… zum Thema dieser Tage – Datenschutz:
“Persönliche Daten sind wie Plutonium. Wenn zuviele davon auf einem Haufen liegen, wird es kritisch.”
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“Persönliche Daten sind wie Plutonium. Wenn zuviele davon auf einem Haufen liegen, wird es kritisch.”
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Alle kennen Google Earth und Google Maps – für Schlagzeilen sorgt der Suchmaschinengigant dieser Tage ja wieder mal wegen seines Dienstes Streetview, dessen Deutschlandstart für Spätsommer 2010 angekündigt wurde und der für heftige Datenschutz-Diskussionen sorgt, wie man sie sich bei weitaus brisanteren Datenschutzthemen auch mal wünschen würde. Wie dem auch sei, die in der Regel kostenlose Nutzung der geographischen Google-Angebote (und anderer ähnlicher Dienste, z.B. von Yahoo oder Microsoft) lassen mitunter vergessen, dass die zugrundeliegenden Geodaten mitnichten frei – im Sinne von frei verwendbar – sind.
Der Gegenentwurf heißt Openstreetmap, der wieder einmal zeigt, welches Potenzial das Internet als “Mitmach-Web” hat, welche Schwierigkeiten aber auch ein solches Mammut-Projekt nach dem Wikipedia-Prinzip mit sich bringt. Eine ausführlichere Darstellung von Openstreetmap, das es mittlerweile bis in die Markgräfler Provinz geschafft hat, gibt es in meiner Texte-Abteilung.
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Ein nettes Gedicht von Klaus Pawlowski in der heutigen taz hat mich schmunzeln lassen: Offenbar machen sich doch so manche ihre (respektlosen) Gedanken über die nachhaltige Karriere des schönen Wörtchens “nachhaltig”.
Dessen Gebrauch ist inzwischen wahrhaft nachhaltig inflationär und fast völlig beliebig. Im Koalitionsvertrag unserer aktuellen Regierung findet sich der Begriff “nachhaltig” bzw. dessen substantivierte (und noch schönere) Form “Nachhaltigkeit” immerhin in 71-facher Ausführung. Bei einem Gesamtumfang von knapp 133 Seiten ist das schon eine stolze Quote.
Wie man mir einmal erklärt hat (und wie es sich auch mit den Angaben in Wikipedia deckt) stammt die Nachhaltigkeit ursprünglich aus der Forstwirtschaft und hat dort einen ganz simplen Hintergrund: Man sollte nicht mehr Bäume fallen als nachwachsen können.
Vor noch nicht allzu langer Zeit war die Nachhaltigkeit außer in Forst- und Landwirtschaftskreisen nachhaltig unbekannt. Heute kann man sich Äußerungen von Politikern und Wirtschaftsweisen ohne den nachhaltigen Gebrauch des Nachhaltigkeits-Begriffes kaum vorstellen. Übrigens: Recht oft meint einer, der heutzutage “nachhaltig” sagt, eigentlich das, was man früher mit “nachdrücklich” bezeichnet hat.
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Einer der wenigen Web 2.0-Dienste (neben Flickr), der es bei mir über die Ausprobier-Phase geschafft hat, und den ich sowohl beruflich wie privat intensiv nutze, ist der Bookmark-Dienst delicious. Abgesehen davon, dass ich dort alle meine Bookmarks ablege und auf die Bookmark-Funktionen der Browser (die ich ohnehin nie mehr alle synchronisiert bekäme) weitgehend verzichte, gönne ich mir hin und wieder ein paar Minuten, um zu schauen, was andere delicious-User aktuell bookmarken. Da ist sehr häufig etwas Interessantes dabei – nebenbei verschafft einem delicious einen ganz guten Überblick darüber, was im Web gerade so angesagt ist.
Nach so einer Art vorgezogener Winterpause wird es nun endlich Zeit für die Deliziösen vom Januar:
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Rankings sind ja immer wieder nett. Auf Yahoo findet sich aktuell die von Forbes ermittelte Hitliste der mächtigsten Menschen auf diesem Planeten. Die ersten drei Plätze mit den Staatsführern der USA, China und Russland (in dieser Reihenfolge) sind nicht wirklich überraschend, nachvollziehbar ist auch, dass bereits auf Platz 5 die Google-Boys Sergey Brin und Larry Page auftauchen. Etwas verwunderlich finde ich dagegen, dass immerhin auf Platz 12 Sivio Berlusconi rangiert; nur ein Platz hinter dem Papst, dafür aber – wie ärgerlich – drei Plätze vor Angela Merkel, die es immerhin als “mächtigste Frau des Planeten” noch unter die Top-15 dieser Liste geschafft hat.
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Einer der wenigen Web 2.0-Dienste (neben Flickr), der es bei mir über die Ausprobier-Phase geschafft hat, und den ich sowohl beruflich wie privat intensiv nutze, ist der Bookmark-Dienst delicious. Abgesehen davon, dass ich dort alle meine Bookmarks ablege und auf die Bookmark-Funktionen der Browser (die ich ohnehin nie mehr alle synchronisiert bekäme) weitgehend verzichte, gönne ich mir hin und wieder ein paar Minuten, um zu schauen, was andere delicious-User aktuell bookmarken. Da ist sehr häufig etwas Interessantes dabei – nebenbei verschafft einem delicious einen ganz guten Überblick darüber, was im Web gerade so angesagt ist.
Hier nun (wieder mal etwas verspätet) die Oktober-Deliziösen:
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Die Frage, ob und wie pharmazeutische Mittel unserem Hirn und/oder unserer Seele auf die Sprünge helfen können oder dürfen, ist für die Zukunft unserer Gesellschaft weitaus relevanter, aber auch deutlich komplexer als die Diskussion über Doping im Bereich des Sports. Während es zu Doping im Sport (noch) eine relative weitgehende gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dieses als betrügerische Manipulation anzusehen, stellt sich die ethische Einordnung bei dem, was gemeinhin als Gehirndoping bezeichnet wird, sehr viel schwieriger dar. Viele, die sich auf diesem Gebiet beschäftigen, bevorzugen daher den Begriff des Neuro-Enhancements (NE), weil sie ihn für neutraler halten.
Ich habe mich erstmals 2007 in dem Artikel “Dem Hirn Beine machen” mit diesem sehr interessanten Thema beschäftigt. Seither fällt mir auf, dass die öffentliche Wahrnehmung deutlich gewachsen ist. Differenzierte Auseinandersetzungen mit NE sind aber immer noch rar – wohl auch, weil das Thema hochkomplex und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse nur spärlich gesät sind. Zur allgemeinen Beruhigung sei gesagt, dass die aktuellen Möglichkeiten von NE in der Öffentlichkeit derzeit eher über- als unterschätzt werden. Tatsächlich zeigt sich bei nüchterner Betrachtung, dass der Einsatz von Psychopharmaka bei gesunden Menschen zum Zwecke des “Hirn-Dopings” objektiv gesehen bislang kaum spektakuläre Ergebnisse bringt. Im Zuge der rasenden Entwicklung bei der Erforschung unseres Gehirns und Nervensystems könnte sich das aber rasch ändern. Und man darf davon ausgehen, dass die Pharmaindustrie auf diesem Feld bereits mit den Hufen scharrt, das sich womöglich einmal als überaus lukrativ erweisen könnte.
Sehr lesenswerte Denkanstöße zu dem Thema bietet nun ein sogenanntes Memorandum unter dem Titel “Das optimierte Gehirn”. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen hat sich vor allem mit ethischen Fragestellungen von NE beschäftigt. Das Memorandum ist als pdf-Dokument online zugänglich und kann nur jedem zur Lektüre empfohlen werden, der sich für das Thema interessiert. Ebenso die auf Scilogs dazu erschienenen Diskussionsbeiträge. Denn das Memorandum regt durchaus zur Debatte und auch zum Widerspruch an.
Auffällig ist nämlich die grundsätzliche positive Sicht der Autoren auf dieses Thema:
Wir vertreten die Ansicht, dass es keine überzeugenden grundsätzlichen Einwände gegen eine pharmazeutische Verbesserung des Gehirns oder der Psyche gibt. Vielmehr sehen wir im pharmazeutischen Neuro-Enhancement die Fortsetzung eines zum Menschen gehörenden geistigen Optimierungsstrebens mit anderen Mitteln.
Das wirkt ein wenig schizophren angesicht der im Text genannten Einwände gegenüber NE. Darin liegt übrigens auch die Stärke des Memorandums, dass es kompakt die gängigen Bedenken gegenüber NE aufführt. Bei der Bewertung kann man allerdings geteilter Meinung sein. Ein wichtiger Kritikpunkt etwa ist die Gefahr einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten durch NE. Die Autoren des Memorandums geben ganz richtig zu Bedenken:
Für viele dürfte das Hauptmotiv für die Einnahme von NEPs das Ringen um Vorteile in der Schule, im Examen oder im Job sein – auch wenn solche Vorsprünge nivelliert würden, falls irgendwann jeder die Pillen nähme. Diejenigen, die den neuen Möglichkeiten skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen, könnten sich in dem Dilemma finden, Neuro-Enhancement entweder zähneknirschend zu akzeptieren oder aber sich, ebenfalls ähneknirschend, mit Nachteilen im sozialen Wettbewerb abzufinden.
Wenn das kein “grundsätzlicher Einwand” ist – was dann? Insgesamt also empfiehlt es sich, wie gesagt, die Folgediskussion ebenfalls in Augenschein zu nehmen, besonders empfehlenswert ist der Beitrag von Stephan Schlein “Hoch oben im Elfenbeinturm”.
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Die Texte-Schublade ist mal wieder ein wenig aufgefüllt worden. Wie gewohnt ist die Themen-Mischung ziemlich wild – diesmal geht es um den alten Komiker Heinz Erhardt und die junge Folkpop-Sängerin Amy Macdonald, um den Oberrheinischen Museumspass und pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Vor allem das letzte Thema fand ich persönlich äußerst sehr spannend. Lange Zeit habe ich Neuzüchtungen von Rebsorten, die mit deutlich weniger (oder gar keinen) Pflanzenschutzmitteln auskommen als die klassischen Sorten eher als eine Art Spielerei von Weinbau-Wissenschaftlern angesehen. Die Recherchen über die enorm aufwändige Zucht dieser so genannten Piwis haben mich aber eines besseren belehrt. Es wäre überaus wünschenswert, wenn unter Weinfreunden und -experten dieses Thema eine deutlich größere Aufmerksamkeit erfahren würde.
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Weil dieses Zitat aus einem Kommentar von Heribert Prantl, einem der klügsten Journalisten-Köpfe der Nation stammt, bin ich noch am Rätseln, ob mir hier nicht eine tiefere Logik entgeht. Bislang konnte ich jedoch nichts entdecken.
Die Personalie Schäuble ist für die meisten überraschend, weil man sie nicht erwartet hat.
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Einer der wenigen Web 2.0-Dienste (neben Flickr), der es bei mir über die Ausprobier-Phase geschafft hat, und den ich sowohl beruflich wie privat intensiv nutze, ist der Bookmark-Dienst delicious. Abgesehen davon, dass ich dort alle meine Bookmarks ablege und auf die Bookmark-Funktionen der Browser (die ich ohnehin nie mehr alle synchronisiert bekäme) weitgehend verzichte, gönne ich mir hin und wieder ein paar Minuten, um zu schauen, was andere delicious-User aktuell bookmarken. Da ist sehr häufig etwas Interessantes dabei – nebenbei verschafft einem delicious einen ganz guten Überblick darüber, was im Web gerade so angesagt ist.
Hier nun die September-Deliziösen:
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