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Kinderkrebs und Krümmel: eine interessante Spurensuche

Juli 10th, 2009 · Keine Kommentare

Vergangenen Sonntag habe ich einen längeren Text (um genau zu sein: einen für unsere Zeitung sehr langen) Text über die sogenannte KiKK-Studie geschrieben, die sich mit dem Kinderkrebs-Risiko im Umkreis von Atomkraftwerken beschäftigt. Das Timing für diesen Text erwies sich als ziemlich gut, das war aber – ich muss es gestehen – purer Zufall: Am Tag vor Erscheinen des Textes kam die Meldung, dass das AKW Krümmel, das auch beim Thema Kinderkrebs-Verdacht eine zentrale Rolle spielt, wegen neuerlicher Pannen vom Netz genommen wurde. Auch in den letzten Tagen hat dieses Kraftwerk und sein Betreiber Vattenfall ja die Schlagzeilen beherrscht und dafür gesorgt, dass es ein neues, altes Wahlkampfthema gibt.

Wahlkampf möchte ich an dieser Stelle nicht machen (auch wenn meinem Text eine gewisse Tendenz nicht abzusprechen ist), aber darauf hinweisen, dass der Artikel nun auch in diesem Blog zu finden ist. An dieser Stelle noch ein paar Links, die mir bei der interessanten Recherche weitergeholfen haben:

  • Das Bundesamt für Strahlenschutz hat auf seiner Homepage umfrangreiches Material zur KiKK-Studie zusammengetragen. Daran lässt sich auch der Verlauf der Diskussion ganz gut nachvollziehen.
  • Umfangreiches Material zur Studie und zur anschließenden Diskussion stellt auch die Homepage des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz unter dem Menüpunkt “Presse und Stellungnahmen” bereit.
  • Ihre Sicht der Dinge zum Thema Kinderkrebs im Umfeld von AKW stellt die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) auf dieser Seite dar. Dort lässt sich auch eine neue Broschüre zum Thema herunterladen.
  • Auf der sehr informativen (aber etwas unübersichtlichen) Seite Strahlentelex des Berliner Journalisten Thomas Dersee habe ich das in meinem Artikel erwähnte Dokument über die Geschichte und Interpretation der Strahlenschutzbestimmungen von Prof. Dr. Roland Scholz gefunden. Das Dokument ist aufgeteilt in Teil 1 und Teil 2. Ich kann die Lektüre nur empfehlen, denn trotz des wissenschaftlichen Themas schreibt Scholz gut strukturiert und verständlich. Außerdem finden sich auf der Seite zum Thema Kinderkrebs noch viele weitere Dokumente.
  • Der auch in meinem Text erwähnte Physiker Alfred Körblein hat sich intensiv mit dem Thema radioaktive Niedrigstrahlung beschäftigt und  sehr viel interessantes (wenn auch für Laien nicht immer ganz einfach zu verstehendes) Material auf seiner Homepage zusammengetragen. Besonders bemerkenswert finde ich seine Beobachtungen im Nachgang zur Tschernoby-Katastrophe.
  • Eine spannende Lektüre sind Prof. Dr. Dr. Edmund Lengfelders Einlassungen über die Behinderungen, die er und einige seiner Kollegen im Zuge seiner Arbeit bei der Untersuchungskommission Krümmel erfahren haben – zu finden ebenfalls auf Strahlentelex

Tags: Allgemein

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