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Eine nachhaltige Karriere

Februar 11th, 2010 · 1 Kommentar

Ein nettes Gedicht von Klaus Pawlowski in der heutigen taz hat mich schmunzeln lassen: Offenbar machen sich doch so manche ihre (respektlosen) Gedanken über die nachhaltige Karriere des schönen Wörtchens “nachhaltig”.

Dessen Gebrauch ist inzwischen wahrhaft nachhaltig inflationär und fast völlig beliebig. Im Koalitionsvertrag unserer aktuellen Regierung findet sich der Begriff “nachhaltig” bzw. dessen substantivierte (und noch schönere) Form “Nachhaltigkeit” immerhin in 71-facher Ausführung. Bei einem Gesamtumfang von knapp 133 Seiten ist das schon eine stolze Quote.

Wie man mir einmal erklärt hat (und wie es sich auch mit den Angaben in Wikipedia deckt) stammt die Nachhaltigkeit ursprünglich aus der Forstwirtschaft und hat dort einen ganz simplen Hintergrund: Man sollte nicht mehr Bäume fällen als nachwachsen können.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war die Nachhaltigkeit außer in Forst- und Landwirtschaftskreisen nachhaltig unbekannt. Heute kann man sich Äußerungen von Politikern und Wirtschaftsweisen ohne den nachhaltigen Gebrauch des Nachhaltigkeits-Begriffes kaum vorstellen. Übrigens: Recht oft meint einer, der heutzutage “nachhaltig” sagt, eigentlich das, was man früher mit “nachdrücklich” bezeichnet hat.

Tags: Allgemein

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Klaus Pawlowski // Mai 13, 2010 at 08:49

    Ihr kleiner Kommentar hat mir zeitnah nachhaltig gut getan.
    Viele grüße

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