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Wie anonym darf’s sein?

April 15th, 2010 · Keine Kommentare

Leicht zugängliche Diskussions-Plattformen bereitstellen zu können, die ein unmittelbares Feedback der Nutzer ermöglichen – das macht einen besonderen Reiz von Online-Medien aus, stellt die Verantwortlichen aber auch vor besondere Herausforderungen.

Eine besonders heikle Frage ist, ob es der Diskussionskultur im Netz zu- oder doch eher abträglich ist, wenn die Teilnehmer einer Debatte anonym auftreten (können). Die Badische Zeitung in Freiburg hat Anfang des Jahres für ihren Online-Auftritt entschieden, dass sogenannte Klarnamen zur Pflicht werden.  Was eine überaus heftige Diskussion unter den Nutzer ausgelöst hat, die über badische-zeitung.de hinausgeschwappt ist.

In einem eigenen Artikel habe ich mich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt – dabei aber bewusst vermieden, die Pro- und Contra-Argumente zu bewerten. Die Problematik ist zudem derart komplex, dass sie in einem (eher kurzen) Zeitungsartikel nur angerissen werden kann. (An dieser Stelle noch der Vollständigkeit halber der Hinweis, dass Der Sonntag, die Zeitung für die ich schreibe, im gleichen Haus erscheint wie die Badische Zeitung).

Auf Digitale Notizen ist nun ein Interview mit Markus Hofmann, dem Chef von badische-zeitung.de, erschienen, in dem er die Umstellung auf Klarnamen nochmal erläutert und von den erste Erfahrungen nach dieser umstrittenen Entscheidung berichtet. Interessant sind auch Hofmanns Ausführungen darüber, inwieweit die Konzeption, Ausrichtung und das Image eines Mediums die Entscheidung pro und contra Anonymität beeinflusst. Er berichtet in diesem Zusammenhang auch von den Erfahrungen auf fudder.de, dem Freiburger Online-Portal für junge Leute.

Tags: Allgemein

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