NullEinsund42

Weblog von Alexander Huber

NullEinsund42 header image

Minecraft: Tipps, Tricks und Beobachtungen

ACHTUNG: Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Minecraft-Version 1.7 (noch im Beta-Status). Seither hat sich viel bei Minecraft verändert. Viele der folgenden Tipps sind noch relevant, einige aber völlig überholt – insbesondere, was das Ernährungssystem betrifft, das in der Version 1.8 komplett umgestellt wurde.

 

Eins vorweg: Ich bin noch ein blutiger Anfänger, es gibt tausende von Spielern, die Minecraft bereits zigfach gründlicher ausgelotet haben als ich. Es gibt inzwischen auch eine große Menge von Minecraft-Tutorials und ähnlichem im Netz (sogar auf deutsch) – trotzdem hoffe ich, dass das hier zusammengetragene Material für den einen oder anderen, vor allem unter den Einsteigern, nützlich und interessant sein kann. Die Idee ist, auf dieser Seite nach und nach Erfahrungen zusammenzustellen, die sich beim Spielen mit Minecraft oder bei der Beschäftigung mit der Minecraft-Community ergeben haben.

Wichtig: Dies ist keine Anleitung in dem Sinne, dass Schritt für Schritt Spielabläufe (zum Beispiel die Herstellung bestimmter Spielgegenstände) erklärt werden. Die folgenden Ausführungen sind eher als Anregungen, als Denkanstöße zu verstehen.

Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die Ausführungen auf den Singleplayer-Modus auf der Schwierigkeits-Stufe “normal”. Da ich erst mit der Beta-Version 1.4 bei Minecraft eingestiegen bin, kann es passieren, dass die eine oder andere Information für ältere und/oder andere Versionen nicht relevant ist. Die derzeit aktuelle Minecraft-Version ist 1.7 (Beta).

 

Das fehlende Handbuch: Wie lernt man Minecraft?

Üblicherweise werden Computerspiele mit einem mehr oder weniger ausführlichen offiziellen Handbuch ausgeliefert – das heutzutage zwar nicht mehr zwingend gedruckt sein muss, dann aber in der Regel als pdf-Dokument o.ä. dem Spiel beiliegt. Ein solches Handbuch gibt es bei Minecraft nicht. Was freilich nicht heißt, dass es keine Informationen darüber gäbe, wie Minecraft zu spielen sei. Im Gegenteil: Es dürfte nur wenige Computerspiele geben, über die sich mehr Infomaterial im Netz finden lässt. Für den Anfänger seien zunächst folgende Ressourcen empfohlen, die sich auch über die offizielle Minecraft-Seite ansteuern lassen:

Das W weist den Weg: Wie man sich in Minecraft bewegt

Wenn man es auf das Allernötigste reduziert, dann sind die Tasten W, E und die Leertaste diejenigen, die man am dringendsten braucht. Mit W bewegt man sich vorwärts in Blickrichtung, E öffnet das persönliche Inventar (also alles, was die Spielerfigur aktuell so mit sich herumschleppt) und die Leertaste lässt einen springen, was in der alles andere als ebenen Welt von Minecraft ziemlich wichtig ist. Die gedrückte Leertaste sorgt zudem dafür, dass man im Wasser nicht untergeht – hält man dazu noch W gedrückt, darf man sich schwimmend fortbewegen.

Die Tastenbelegung lässt sich in den Optionen ändern, was aber (zumindest bei Rechtshändern) nicht unbedingt angeraten ist. Denn die “offiziellen” Tasten lassen die linke Hand bequem auf der Tastatur agieren, während die rechte die ebenso wichtige Arbeit an der Maus verrichtet. Mit dieser kann man sich umschauen und die Blick- und somit auch die Laufrichtung festlegen. Zudem erfüllen Links- und Rechtsklicks wichtige Funktionen. Generell wird die linke Maustaste immer dann geklickt, wenn man etwas entfernen (abbauen oder töten) möchte und die rechte, wenn man etwas hinzufügen (bauen) will.

Recht häufig nutze ich noch die Taste S, um rückwärts zu laufen (vor allem im Kampf gegen Monster), A und D für die Seitwärtsbewegungen dagegen kaum. Sehr nützlich ist die Umschalt-Taste (englisch Shift), die verhindert, dass man von steilen Klippen (oder Aussichtsplattformen stürzt): Solange man diese Taste gedrückt hält, kann man sich mit den Tasten W, S, A, D gefahrlos in Schwindel erregenden Höhen bewegen. Die Umschalttaste bewirkt zudem, dass man beim Klettern auf einer Leiter innehält und nicht wieder herunterrutscht, sobald man W loslässt. Auch das kann sehr hilfreich sein. (Dieses Feature gibt es meines Wissens aber erst ab Version 1.4).

Wo wir gerade bei der Tastatur sind – hier noch drei sehr nützliche Funktionstasten: F11 (nutze ich immer) schaltet beim Spiel über den Browser in den Vollbildmodus. F3 gibt einem diverse zusätzliche Spielinformationen – unter anderem die Framerate (FPS), die angibt, wie gut die Performance von Minecraft auf der jeweilige Hardware ist. Vor allem aber lässt sich über F3 die Position in der Minecraft-Welt ermitteln (nützlich z.B. wenn man beim Minenbau wissen will, wie tief man bereits ist). F5 zeigt die Spielerfigur von hinten an – was ich selbst allerdings so gut wie nie nutze.

Holz und Steine: Was man am Anfang unbedingt braucht

Als Frischling in der Minecraft-Welt gibt es zunächst mal nur ein Ziel: die erste Nacht überleben. Das gelingt mit einem einfachen Unterschlupf und etwas Licht. Viel braucht man dazu nicht: Holz und Steine. Holz benötigt man für die Werkbank, für die ersten Werkzeuge (sollte man aber bald durch Steinwerkzeuge ersetzen) und evtl. als Baumaterial. Stein ist wichtig als Baumaterial, für effizientere und länger haltende Werkzeuge und für einen Ofen. Echte Glückspilze finden an ihrem ersten Arbeitstag auch schon Kohle. Das ist aber nicht unbedingt notwendig – denn für die Fackeln (eines der wichtigsten Items in Minecraft) kann man auch Holzkohle nehmen, die sich in einem Ofen (dafür benötigt man Steine) aus Holzplanken und Holzblöcken herstellen lässt.

Ich persönlich habe meinen ersten Unterschlupf meistens in eine Bergwand gehauen, was folgende Vorteile bietet: Die Unterkunft ist relativ schnell fertig gestellt, weil man nur zu einer Seite eine Wand aufbauen muss. Außerdem lassen sich von hier aus bereits in der ersten Nacht erste Bergwerksarbeiten beginnen – bei denen u.a. eine gute Chance besteht auf Kohle zu stoßen – ein Rohstoff, von dem man nie genug haben kann. Doch natürlich sind Fantasie und Geschmack keine Grenzen gesetzt: Wer seine erste Unterkunft lieber in Form einer Blockhütte oder gar schon als kleines Steinhaus haben möchte – bitte sehr. Wichtig ist nur, dass man sich nicht verzettelt und rechtzeitig fertig wird. Die Nacht bricht schneller herein, als einem lieb ist…

Was sollte man beachten, damit keine unliebsamen Gäste zu Besuch kommen? Öffnungen, die nur einen Block groß sind, sind sicher – da kommt kein Monster durch. Wenn man Zeit und Material hat, empfiehlt sich sobald als möglich der Bau einer Tür. Ansonsten sollte man einen zwei Blöcke großen Durchgang (den man braucht, um selbst ins Freie zu gelangen) verkleinern, sobald es dunkel wird.

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da: Wie man die dunkle Zeit verbringt

Ein überaus reizvolles Feature in Minecraft ist der ziemlich realistisch gestaltete Wechsel zwischen Tag und Nacht. Laut Wiki dauert ein Minecraft-Tag 10 Minuten, eine Minecraft-Nacht 7 Minuten. Erfahrene Minecraft-Spieler mögen sich auch des Nachts in freier Natur herumtreiben – sei es, um die Nerven etwas zu kitzeln oder auf Monsterjagd zu gehen. Denn die unfreundlichen Gesellen sind zwar auf der einen Seite nervige Geschöpfe, ihnen lassen sich nach erfolgreichen Kampfhandlungen aber auch nützliche Dinge wie Seile, Pfeile, Schießpulver, etc. entlocken.

In der Regel wird man aber – als Anfänger sowieso – die Nacht in möglichst gesicherter Umgebung verbringen. Zur Untätigkeit ist man dennoch nicht verdammt. Im Gegenteil: Die dunklen Stunden (besser gesagt: Minuten) lassen sich vor allem in zweierlei Hinsicht sinnvoll nutzen. Zum einen kann man nun in aller Ruhe an der Werkbank oder am Ofen Werkzeuge, Waffen, Baumaterial und dergleichen mehr schmieden. Sinnvoll kann auch sein, seine Siebensachen (vor allem im fortgeschrittenen Spielstadium) zu sortieren.

Besonders aber eignet sich die Minecraft-Nacht für die Arbeit unter Tage, also im Bergwerk. Hier spielt es ohnehin keine Rolle, ob draußen die Sonne scheint oder nicht. Ich habe bei den meisten Spielen schon meinen ersten Unterschlupf dazu genutzt, um in die Tiefe zu graben. Ziemlich schnell hat man ein eine erste Mine ausgebaut – mit den ersten Rohstoff-Funden in der Regel in Form von Kohle und Eisenerz.

Bauarbeiten in abgesicherten Höhenlagen – zum Beispiel an Brücken – lassen sich übrigens auch recht gut nachts erledigen. Generell sollte man gerade am Anfang des Spiels die hellen Stunden so gut wie möglich nutzen, um die Umgebung zu erkunden und Rohstoffe zu sammeln, die sich tagsüber gefahrloser erreichen lassen – zum Beispiel Holz hacken oder Schweine schlachten.

Für den Fall, dass man sich nachts dennoch langweilt oder den nächsten Tagesausflug kaum erwarten kann, empfiehlt sich der Bau eines Bettes. Ein Rechtsklick aufs Kopfkissen und schon schläft man ganz schnell … Das Bett bewirkt zudem, dass man im Falle eines fatalen Zusammentreffens mit einem Monster oder ähnlicher Unglücke dort wiedergeboren wird, wo man zuletzt geschlafen hat. (Ich habe diverse Berichte von Minecraft-Spielern gelesen, dass das Bett nicht richtig “funktioniert” – beim mir hat das “respawnen” aber eigentlich immer einwandfrei geklappt.)

Übrigens: Zu wissen, welche Stunde es gerade geschlagen hat, ist auf der einen Seite ziemlich nützlich, auf der anderen Seite aber gar nicht so einfach. Draußen kann man sich zumindest grob am Stand der Sonne oder des Mondes orientieren, unter Tage funktioniert aber auch diese grobe Schätzung natürlich nicht mehr. Die Uhr gehört daher für mich zu den nützlichsten unter den fortgeschrittenen Utensilien in Minecraft.

Gut gerüstet: Werkzeuge und Waffen für den Anfang

Obwohl es noch weitaus mehr Tools gibt, gehört für mich möglichst früh folgende Ausrüstung zum Standardrepertoire: Spitzhacke, Schaufel, Axt und Schwert. In der Regel sollte man diese Utensilien schon in der ersten Nacht herstellen. Sobald als möglich versuche ich auch an einen Bogen heranzukommen – was gerade für Anfänger aber den Nachteil hat, dass man sich mit Spinnen anlegen muss, die Seile liefern. Außerdem ist die Herstellung von Pfeilen relativ aufwendig. Dafür kann man sich mit Pfeil und Bogen (bei aktiviertem Bogen und Pfeilen im persönlichen Inventar mir Rechtsklick auf das Opfer zielen) unangenehme Zeitgenossen gut vom Leib halten und – zugegeben – die Schießerei entfaltet einen gewissen Fun-Faktor.

Alle Werkzeuge sollte man möglichst schnell in Steinqualität vorrätig haben, da Steinwerkzeuge schneller arbeiten und sich nicht so schnell abnutzen wie die Pendants aus Holz. Später im Spiel, wenn man schon ein wenig Eisen einsammeln konnte, empfehlen sich Eisenwerkzeuge als Standardqualität. Im Minecraft-Wiki gibt es eine gute Übersicht wie lange Werkzeuge aus welchem Material halten und wie effizient sie sind.

Das vermutliche wichtigste Werkzeug ist die Spitzhacke, denn Steine lassen sich mit der bloßen Hand nicht herausschlagen. Auf eine Schaufel – zum Graben von Sand, Kies und Erde – sowie auf eine Axt – um an Holz zu kommen – könnte man theoretisch verzichten, da diese Materialien auch per Hand zu ernten sind – für ein zügiges Arbeiten ist das aber nicht zu empfehlen. Grundsätzlich gilt, dass es in Minecraft eine gewissen Toleranz bezüglich des Werkzeug- und Waffeneinsatzes gibt. Man kann Sand auch mit der Spitzhacke abbauen und Monster mit einer Schaufel bekämpfen. Wann immer es möglich ist, empfiehlt sich jedoch der Einsatz des jeweils passenden Werkzeugs.

Bei der wichtigsten Waffe im Spiel, dem Schwert, kann die Qualität gar nicht hoch genug sein. Allein schon um sich ein Diamantschwert zu beschaffen, lohnt sich die Bergbau-Arbeit in tiefsten Tiefen. Damit ist ein Monster mit zwei, drei gezielten Schlägen erledigt, was die Überlebenschancen deutlich erhöht.

Das Ende ist nicht das Ende: Wie man nach dem Ableben durchstartet

Wer nicht gerade auf der Stufe “peaceful” spielt, wird früher oder später in eine im wahrsten Sinne des Wortes fatale Situation geraten. Obwohl Minecraft große Spannung entfalten kann, ist das Spiel aber alles andere als blutrünstig. Selbst das Ableben ist im Regelfall schlimmstenfalls eine ärgerliche Unterbrechung des Spielflusses, in der Regel aber eher ein Zwischenfall, der für ein bisschen Nervenkitzel und nicht zuletzt für ein Nachdenken über eine verbesserte Spielstrategie sorgt.

Wovor muss man sich in acht nehmen? Vor den Monstern natürlich, aber auch davor, von einer Klippe zu stürzen oder von einer Sand-  oder Kieslawine begraben zu werden. Begegnungen mit  unterirdischen Lavaströmen können auch unangenehm werden.

Wie gesagt, lässt sich aber auch bei aller Vorsicht der Verlust aller Herzen und damit der Minecraft-Tod nicht immer vermeiden. Glücklicherweise kann man sich sofort wiederbeleben lassen – respawn nennt sich das im Minecraft-Slang. Der Respawn-Punkt ist entweder der Ort, an dem man zuallererst die Welt betreten hat, oder das Bett, in dem man zuletzt eine Nacht verkürzt hat.

Das Ärgerlichste am Ableben ist, dass man alle Gegenstände verliert, die man zum Zeitpunkt des Todes im persönlichen Inventar bei sich hatte. Völlig verloren sind diese Gegenstände aber nicht automatisch: Sie blieben einige (reale) Minuten am Ort des fatalen Geschehens erhalten und können dort vom Spieler wieder aufgesammelt werden. Wohl dem also, der den Weg vom Respawn-Punkt zum Unglücksort schnell findet.

Es gibt allerdings nicht selten Situationen, in denen das Wiederaufsammeln der verlorenen Items schwierig bis gar unmöglich ist. Aus diesem Grund sollte man sich angewöhnen, selten gebrauchte und vor allem wertvolle Gegenstände in Truhen zu verwahren und nur das mit sich zu schleppen, was man unbedingt braucht bzw. was ohnehin von geringem Wert ist. Ich habe es mir zudem angewöhnt, in Truhen, die sich an wichtigen Orten (vor allem in der Nähe des Respawn-Punktes) befinden, eine Art Grundausstattung an Werkzeugen und Waffen zu deponieren, damit ich mich bei einem Neubeginn nicht lange mit der Wiederherstellung der elementaren Tools aufhalten muss. Außerdem kann es je nach Lage der Dinge nützlich sein, möglichst schnell wieder ein Schwert oder auch Pfeil und Bogen zur Hand zu haben.

Meiner Erfahrung nach ist es vor allem am Anfang des Spiels sinnvoll, den ersten Unterschlupf nicht allzu weit vom Spawn-Punkt zu installieren. Gerade wenn man in der Frühphase des Spiels eine fatale Begegnung hat, ist man froh nach dem Respawn schnell wieder in eine geschützte Umgebung zu kommen.

Essen stärkt das Herz: Warum und wie man sich in Minecraft ernährt

Im vorigen Abschnitt ging es um das Ableben in Minecraft – sehr häufig aber nehmen die Begegnung mit einem Monster, der Sturz von einer kleinen Klippe oder andere widrige Begegnungen, glücklicherweise, nicht gleich ein fatales Ende, sondern zehren allenfalls, mehr oder weniger stark, an der Gesundheit. Sehr augenfällig wird das angezeigt im Minecraft-Interface durch den Verlust von Herzen.

Verlorene Herzen (sprich: Verlust an Lebensenergie) lassen sich wiederherstellen durch das Konsumieren nahrhafter Produkte. In Minecraft gibt es da diverse Angebote, die wichtigsten Nahrungsmittel aber sind: Schinkenspeck (vom Schwein) und Brot (aus Getreide). Erwähnen möchte ich noch kurz Fisch und Kuchen, auf andere Möglichkeiten werde ich hier nicht weiter eingehen.

Das zunächst am einfachsten zu beschaffende Lebensmittel ist Schinken, den die Minecraft-Schweine liefern, wenn man sie mit ein paar Mausklicks und einer gut geschliffenen Waffe (am besten natürlich ein Diamant-Schwert) ins Jenseits befördert. Die Natur ist launisch: Manche Schweine haben gar keinen Speck auf den Rippen, manche immerhin einen, manche sogar zwei. Schweine kommen – wie die meisten anderen friedlichen Tiere – in Minecraft relativ häufig vor, haben aber die unangenehme Angewohnheit, sich immer dann unsichtbar zu machen, wenn man sie dringend braucht. Es empfiehlt sich also, bei Spaziergängen in der Umgebung quasi nebenher auch immer ein paar Schweine zu erledigen – vor allem wenn der Vorrat noch nicht so gut gefüllt ist.

Ein roher Schinken stellt 1,5 Herzen wieder her; echte Heilsbringer sind gebratene Schinken, die man in einem Ofen mit Kohle zubereitet: Die frischen gar 4 Herzen wieder auf. Ich selbst brate allerdings nicht alle gesammelten Schinken, denn die rohen Teile ermöglichen eine feinere Dosierung – und wozu Kohle verschwenden, wenn man nur mal eben ein oder ein halbes Herz regenerieren will?

Das andere Grundnahrungsmittel in Minecraft ist Brot, dass man aus Getreide herstellt. Dafür muss man sich eine kleine Farm anlegen, was zwar etwas aufwändig ist, aber durchaus seinen Reiz hat. Für so eine Getreidefarm sollte man ein geeignetes Stück Land einzäunen (damit keine unliebsamen Gäste drübertrampeln), am besten mit Wasser in der Nähe, damit das Getreide schneller gedeiht. Seit der Version 1.6 muss man Gegenden mit hohem Gras aufsuchen, um dort Getreidesamen zu finden. Hat man allerdings ein erstes Getreidefeld angelegt, liefert das reife Korn auch reichlich Samen für den Nachschub. Ein wichtiges Werkzeug für einen Minecraft-Farmer ist übrigens die Hacke.

Es gibt Minecraft-Spieler, die das “Farming” für relativ nutzlos, weil für zu aufwändig halten, da ein Brot “nur” 2,5 Herzen regeneriert und man immerhin 3 Getreide dafür braucht. In meinen Augen macht es dennoch Sinn, denn: 1) Eine kleine Farm aufzubauen macht Spaß und sieht nett aus. 2) Man hat eine verlässliche Nahrungsquelle und ist nicht auf mal hier, mal da oder auch gar nicht auftauchende Schweine angewiesen. 3) Man kann die Herzen-Wiederbelebung besser dosieren als mit gebratenen Schinken. 4) Man kann Getreide zu 64er-Bündeln stapeln (im Gegensatz zu Schinken) und so eine recht Platz sparende Vorratshaltung betreiben.

Erwähnt seien beim Thema Nahrungsmittel noch die Fische, die man sich – leicht nachvollziehbar – mittels einer Angelrute aus den Minecraft-Gewässern holen kann. Das ist eine ziemlich coole Sache, die man mal ausprobieren sollte, die allerdings – wie das Angeln im Real-Life – etwas Zeit und Geduld erfordert. Fische kann man auch im Ofen garen – insgesamt ist ihre Wirkung mit der von Schinken vergleichbar.

Originell sind auch Kuchen. Ziemlich aufwendig in der Herstellung: Man braucht Getreide, Zucker, Milch und ein Ei. Ein Kuchenstück heilt nur 1,5 Herzen, dafür kann man ihn sechsmal in Anspruch nehmen – insgesamt beträgt die Heilungswirkung also 9 Herzen. In heiklen Gefechtslagen kann es also sinnvoll sein, einen (oder mehrere) Kuchen an gut erreichbarer Stelle zu positionieren.

 

 

 

2 Kommentare

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 EA // Mai 6, 2012 at 03:53

    Super Tipps, vielen Dank vor allem für das herstellen von Holzkohle. Unzählige Male bin ich nach dem Tod auf dem Weg zum Haus wieder dem Tod begegnet, weil ich keine normale Kohle gefunden habe.

  • 2 BlackCat // Jan 28, 2013 at 20:07

    Vielen lieben Dank für die hilfreichen Tips und die amüsante Beschreibung, die hat mir grad mehr als nur ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert :)
    Ich hab gerade angefangen und bislang nur peaceful gespielt, weil ich nie so fix Kohle gefunden hatte – dabei ist ein Ofen und damit Holzkohle so einfach hergestellt…

Hinterlasse ein Kommentar