NullEinsund42

Weblog von Alexander Huber

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Minecraft Reloaded

21. November 2011 · Keine Kommentare

Schon kurios: Mehr als 4 Millionen mal wird ein Produkt verkauft, noch bevor es offiziell fertig ist. Am Freitag (18. November) war es dann aber soweit: Minecraft verlässt den Beta-Status und gilt nun als “fertiges” Spiel. Die feierliche Freischaltung von Minecraft 1.0.0 (neudeutsch: Launch) erfolgte während der Minecon in Las Vegas. Wer die zahlreichen Vorab-Testversionen (Pre-Releases) heruntergeladen und ausprobiert hatte, konnte nun keine wirklich großen Überraschungen mehr erleben. Trotzdem: Die offizielle Freigabe diese Spiels hatte etwas Besonderes – und die Idee, die Spielergemeinde quasi an der Entstehung von Minecraft teilhaben zu lassen, war definitiv eines der Schlüsselelemente für den Erfolg dieses Computerspiels.

Seit meinem letzten Eintrag zu Minecraft hat sich das Spiel in vielen Details weiterentwickelt. Unter anderem wurde ein verbesserter Terrain-Generator implementiert, der deutlich attraktivere Welten generiert. Zusätzliche Elemente wie Dörfer, verlassene Minen und Festungen wurden eingebaut. Das Prinzip der Nahrungsversorgung wurde verändert. Es gibt die Möglichkeit, Tiere aktiv zu vermehren.  Zaubersprüche und Zaubertränke sorgen für einen Hauch von Rollenspiel-Atmosphäre. Und noch vieles mehr. Ganz entscheidend: Es gibt neben dem klassischen Spielmodus (der nun als “Survival” bezeichnet wird) einen Kreativ-Modus, der den Spieler unbegrenzt mit Materialien versorgt, das Fliegen ermöglicht und Monster völlig harmlos macht. Dieser Modus, der den Schwerpunkt auf Bauen und Ausprobieren legt, eignet sich – wie ich unmittelbar selbst beobachten konnte – besonders für Kinder.

Ich habe den Minecraft-Launch in Las Vegas über Internet-Livestream am Freitag verfolgt – eine nette Veranstaltung, zeitweise hatten sich mehr als 40.000 weitere Zuschauer zugeschaltet. Parallel dazu habe ich den Twitter-Stream dazu verfolgt. Interessant (und irgendwie auch entlarvend) fand ich die Unterschiede zwischen den deutsch- und den englischsprachigen Tweeds. Während letztere das Ereignis in Vegas insgesamt positiv beobachteten und viele durchaus enthusiastisch kommentierten, fiel in vielen  deutschen Tweeds ein nörgelnder Unterton auf – Hauptsache, es findet sich ein Haar in der Suppe. Sicherlich war der Minecraft-Release nicht die größte Show aller Zeiten – dafür waren dort aber auch nicht Pop-Stars am Werk, sondern Computerspiele-Entwickler. Dass deren Auftritt, allen voran der von Minecraft-Erfinder Markus Persson, alias Notch, nicht durchgestylt, sondern eher im positiven Sinne unbedarft und natürlich wirkte, habe ich als sehr angenehm empfunden.

Wird sich Minecraft nun noch weiterentwickeln – und wenn ja, wie? Diese Frage wird in der Community derzeit heiß diskutiert. Laut Aussagen von Notch ist mit weiteren Neuerungen zu rechnen. Das offene Spielprinzip von Minecraft bietet sicherlich noch Raum für viele Ideen. Andererseits wächst die Gefahr, gerade eben diese Offenheit durch zu viele neue Features wieder einzuschränken. Wann ist ein (Computer-)Spiel fertig? Auch diese Frage lässt sich anhand von Minecraft trefflich diskutieren.

Ein paar interessante Links zu diesem Thema:

 

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Die Zukunft des Lesens? Erste Erfahrungen mit dem Kindle

16. November 2011 · 1 Kommentar

Die Aussicht, jede Menge Lesestoff platzsparend (fast) überall mit mir herumtragen zu können; und die Neugierde, wie womöglich die Zukunft der Leser wie auch der Schreiber aussehen könnte, haben mich dazu bewogen, mir einen E-Book-Reader – zu deutsch: ein Lesegerät für elektronische Bücher – zuzulegen. Entschieden habe ich mich für den Kindle von Amazon – womit ich vermutlich dem Mainstream gefolgt bin, mit den dazu gehörenden Vor- und Nachteilen (dazu später mehr). Auch wenn es einen Journalisten, der – emotional wie ökonomisch – sich immer noch zum größten Teil den Printmedien verbunden fühlt, schmerzen mag: Der Gesamteindruck zum Kindle fällt durchaus positiv aus.

Im Folgenden möchte ich meine bisherigen Erfahrungen jedoch etwas differenzierter vorstellen. Dabei will ich drei Aspekte vertiefen: zum einen die Dinge, die mir uneingeschränkt oder doch zumindest weitgehend positiv aufgefallen sind. Zum Zweiten die Kritikpunkte, von denen ich vermute, dass sie vom technischen Fortschritt relativ bald ausgeräumt werden. Und zum Dritten die Schwachstellen, von denen ich glaube, dass sie systemimmanent (bzw. medienimmanent) sind. (Womit ich nicht grundsätzlich ausschließen möchte, dass  auch für Letztere einmal eine adäquate technische Lösung gefunden wird.)

Den endgültigen Anstoß zum Erwerb des Kindle gab die Werbekampagne von Amazon für den “deutschen” Kindle. Letztlich entschieden habe ich mich dann aber für die derzeit teuerste Variante: den Kindle Keyboard 3G (der derzeit immer noch (nur) mit einer englischen Benutzerführung ausgestattet ist).  Auf die Spezialitäten dieses Modells werde ich später noch zu sprechen kommen.

Was also macht Spaß am Kindle?

  • Zunächst einmal tatsächlich die Möglichkeit, Lesestoff in Hülle und Fülle immer dabei haben zu können. Drei Gigabyte Speicherplatz stehen zur Verfügung, was (angesichts relativ bescheidener Dateigrößen – im Gegensatz zu Audio-, Bild- oder Videoformaten) selbst hungrigsten Leseratten zunächst einmal reichen dürfte. Amazon gibt eine Speicherkapazität für rund 3500 Bücher aus.  Wer unterwegs ist, ist nicht mehr beschränkt auf drei oder vier Schmöker, die er sich zu Beginn der Reise in seinen Koffer oder seinen Rucksack gelegt hat. Eine wunderbare Freiheit, die vor allem auch Pendler genießen dürften, die den Weg zu und von ihrer Arbeit lesend verbringen. (Tatsächlich war die Aussicht, auf meiner Zugfahrt in die Redaktion eine große Auswahl an Lesestoff immer dabei zu haben,  einer der Hauptbeweggründe für der Kauf des Kindle.)
  • Die elektronischen Bücher im Kindle sind sehr gut zu lesen. Das Display unterscheidet sich grundlegend von dem üblichen Bildschirm, den Computer, Handys oder andere IT-Geräte mitbringen. Es ist praktische reflexionsfrei, Amazon nennt es E-Ink-Display – das auch bei starkem Lichteinfall noch ein komfortables Lesen ermöglicht. Tatsächlich erinnert das Lesen am Kindle-Display mehr an das Lesen eines gedruckten Buches als an das Lesen an einem (Computer-)Bildschirm. Ein zusätzlicher Vorteil: Das E-Ink-Display braucht weniger Strom und schont damit den Akku. Die Nachteile: weiter unten.
  • Zum Thema gute Lesbarkeit ist noch ein ganz wichtiger Punkt anzuführen: Elektronische Bücher lassen sich im Kindle in ihrer Darstellung stark variieren. Allein die Möglichkeit, die Schriftgröße und den Zeilenabstand zu verändern, halte ich für ein gravierendes Argument, das für die Zukunft der E-Books spricht. Menschen mit Sehschwäche etwa können sich so ein Buch nach ihren Bedürfnissen “einstellen”, ohne ein zusätzliches Produkt kaufen zu müssen. Mehr noch: Diverse Kindle-Bücher kann man sich sogar vorlesen lassen – und das sogar in sehr ordentlicher Audio-Qualität. Allerdings gibt es dieses Feature bislang nur für englische E-Books.
  • Genial und gleichzeitig sehr gefährlich ist die Möglichkeit, quasi überall auf der Welt zu jeder Tages- und Nachtzeit sich neuen Lesestoff besorgen zu können. Amazon beweist hier wirklich enorme Geschäftstüchtigkeit, die für Lese-Junkies ganz schön ins Geld gehen könnte. Alle Kindle-Modell können sich über WiFi (WLAN) ins Internet einklinken und sich damit mit dem Kindle-Shop verbinden, wo sich neues Lesefutter erwerben lässt. Mit dem Kindle Keyboard 3G ist nicht einmal WLAN-Zugang nötig: Gibt es keinen verfügbaren WLAN-Hotspot, sucht der Kindle nach einem passenden Mobilfunk-Netz – und das alles ohne zusätzliche Verbindungskosten. Ein Beispiel, wie sich diese Überall-Verfügbarkeit von Büchern nutzen lassen kann: Unlängst habe ich für eine Woche Urlaub am Bodensee gemacht. Eine kurze Suche im Kindle-Shop hat mir gleich eine Liste mit möglichen passenden Urlaubslektüren ausgespuckt (diese Liste wäre allerdings noch ausbaufähig).
  • Eben sprach ich von der Gefahr, sich über den niedrigschwelligen Zugang zum E-Book-Kauf sein Portemonnaie ruinieren zu können. Hier die gute Nachricht: Es gibt eine beeindruckende Zahl an Büchern, die man sich für den Kindle komplett gratis oder für geringe Cent-Beträge besorgen kann. Dabei handelt es sich oft um sogenannte “Klassiker”, das heißt Werke, für die die Urheberrechte abgelaufen sind. Viele Meilensteine der Weltliteratur sind darunter; mein Rat kann hier nur lauten: Nicht zu gierig sein und gleich alles mögliche runterladen – die wertvolle Kost will ja auch irgendwann einmal gelesen werden.
  • Was vielleicht selbst vielen Kindle-Nutzern gar nicht so bewusst ist: Die Kindle-Bücher lassen sich komfortabel auch auf vielen anderen Endgeräten nutzen. Ich persönlich nutze zum Beispiel gern die Kindle-Lektüre über den PC, die über moderne Web-App-Technologie sogar unter Linux verfügbar ist (allerdings nur mit Browsern der neusten Generation). Darüber kann man Kindle-Inhalte sogar in Farbe bewundern.

An welchen Stellen ist der Kindle noch verbesserungswürdig?

  • Der augenfälligste Nachteil des eben gepriesenen E-Ink-Displays: Bislang ist die Bücherwelt auf dem Kindle schwarz-weiß. Das Fehlen von Farbe lässt sich bei vielen (den meisten) Büchern verschmerzen, trotzdem vermisst man es hier und dort. Irgendwie ist es schon kurios: Mit dem Auftauchen neuer Technologien, so scheint es, werden bestimmte Entwicklungen wiederholt – eine Art technisches Deja-Vu-Erlebnis. Wie lange haben wir auf komplett in Farbe gedruckte Zeitungen gewartet – und jetzt geht das alles wieder von vorne los … Nun, ich denke, der technische Fortschritt dürfte das Farbproblem relativ schnell lösen.
  • Der Kindle ist etwas restriktiv, was die Akzeptanz von E-Book-Formaten angeht. Das Kindle spezifische Format (azw) wird natürlich unterstützt, ebenso das mobi-Format – was aber fehlt, ist das Epub-Format, das als offener Standard von vielen anderen Readern gelesen werden kann. Gerüchten zufolge soll auch der Kindle in Zukunft einmal Epub akzeptieren – ob daraus was wird? Der restriktive Umgang mit den Formaten führt natürlich dazu, dass Kindle-Besitzer sich ihren Lesestoff vorwiegend bei Amazon besorgen, was aus Sicht dieses Unternehmens natürlich gewünscht wird. Vielleicht aber hat Amazon, ohnehin der Platzhirsch im weltweiten Buchhandel, ja die Größe, hier etwas mehr Freiheit walten zu lassen. Übrigens: Das Lesen des pdf-Formats, was der Kindle beherrscht, erweist sich als nicht so bedeutend, wie ich zunächst vermutet hatte. Pdf-Dokumente sind in der Regel so an einem klassischen Druck-Layout orientiert, dass sie in einem E-Book-Reader nicht wirklich komfortabel gelesen werden können.
  • Die Fähigkeit, sich in drahtlose Netzwerke einzuklinken, könnte den Kindle auch zu einem komfortablen mobilen Internetgerät machen. Tatsächlich ist diese Möglichkeit (in Deutschland derzeit allerdings nur über WLAN) durchaus vorgesehen. Allerdings bezeichnet selbst Amazon die Fähigkeiten des Internetbrowsers als experimentell – völlig zu Recht. Sehr viel anfangen lässt sich damit bislang nicht. Die Stärke des Kindle ist der Umgang mit Texten, nicht mit Bildern, Grafiken oder anderen Multimedia-Inhalten. Warum aber macht man dann nicht aus der Not eine Tugend – und setzt auf einen  textbasierten Browser a la Lynx? So etwas, könnte ich mir vorstellen, würde gut im Kindle funktionieren.
  • Generell scheint mir der Umgang mit grafischen Inhalten noch nicht wirklich optimal gelöst. Manche Bilder und Grafiken lassen sich trotz vorhandener Zoom-Funktion nur schwer erkennen. Mitunter scheint auch das Layout insgesamt ziemlich schlampig aufgebaut – das wiederum muss aber nicht unbedingt ein Manko des Kindle sein, sondern könnte auch an dem Unvermögen mancher Autoren/Verlage liegen, die E-Books anständig zu formatieren.

Wo sind (derzeit) die prinzipiellen Grenzen des Kindle (oder anderer E-Book-Reader)?

  • Für mich die grundlegendste Schwäche eines E-Books: Das für ein gedrucktes Buch selbstverständliche Prinzip des Blätterns funktioniert dort nicht wirklich. Natürlich kann man auch bei einem E-Book die Seiten “umblättern”, und beim Kindle ist das auch ganz anständig gelöst. Die Möglichkeit aber, sich in einem Buch ohne große Anstrengung hin und her bewegen zu können, ist nur sehr eingeschränkt möglich. Mal eben schnell zum Inhaltsverzeichnis, dann an die gewünschte Stelle, jetzt noch ein Blick ins Register, dann wieder zurück, und na ja, vielleicht doch noch mal  an den Anfang des vorherigen Kapitels geschaut … Mit einem E-Book-Reader können solche Manöver ganz schön mühsam werden. Von dem Genuss des entspannt-entrückten Durchblätterns eines Buchs auf dem Sofa ganz zu schweigen.
  • Mit dem Kindle ist man auf ein ganz bestimmtes physisches Format festgelegt – knicken oder auseinander falten kann man ihn ja nicht. Grundsätzlich finde ich die Abmessungen des Kindle ganz gut getroffen, nicht zu groß und nicht zu klein. Für manche “Anwendungen” aber passt er einfach nicht. Besonders aufgefallen ist mir das beim Thema Zeitung. Grundsätzlich liegt der Gedanke nahe, Zeitungen und Zeitschriften gerade über ein Gerät wie den Kindle zu vertreiben, das quasi überall auf der Welt den Gang zum Kiosk überflüssig machen würde. Doch den Überblick, den eine gedruckte Zeitung verschaffen kann, sehe ich – zumindest vorläufig – über einen E-Book-Reader nicht gegeben (übrigens auch nicht im Internet). Schnell und komfortabel erfassen, was läuft in der Welt – das schafft bisher nur ein Medium, das man falten und blättern kann.

 

 

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Minecraft

15. April 2011 · 1 Kommentar

Ein neuer Tag beginnt in der Minecraft-Welt

Ich interessiere mich für Computerspiele, trotzdem bin ich alles andere als ein leidenschaftlicher Zocker. Im Mittelpunkt meines Interesses steht meistens die Frage, wie ein Spiel funktioniert – welche Mechanismen und Ideen dahinter stecken. Ist das für mich einigermaßen geklärt, erlahmt das Interesse meist schnell, großes Durchhaltevermögen bei Videospielen besitze ich nicht.

Möglicherweise hat sich das mit der Entdeckung von Minecraft geändert. Doch auch wenn die bislang anhaltende Begeisterung nachlassen sollte, kann ich jetzt schon sagen, dass Minecraft mit ziemlichem Abstand das Computerspiel ist, das mich bislang am meisten begeistert hat.

Der eine oder andere dürfte bereits von diesem Spiel gehört haben, zumal es bereits Thema auch in den Mainstream-Medien war. Worum geht’s in Minecraft? Auf der Homepage des Spiels steht eine kurze, aber treffende Beschreibung:

“Minecraft ist ein Spiel, in dem es darum geht Blöcke zu platzieren, mit denen sich alles bauen lässt, was du dir vorstellen kannst. In der Nacht kommen die Monster – achte darauf einen Unterschlupf zu bauen, bevor das geschieht.”

Im folgenden möchte ich anhand einiger Punkte aufführen, was Minecraft für mich so faszinierend macht (ich bin da nicht allein – mehr als 1,9 Millionen haben das Spiel zu dem Zeitpunkt gekauft, da diese Zeilen geschrieben werden – und das, obwohl Minecraft offiziell noch gar nicht fertig ist).

  • Das Grundprinzip von Minecraft ist relativ simpel – doch es ermöglicht schier endlose Möglichkeiten. Alles in Minecraft basiert auf der einfachen Form eines Würfels. Es geht darum, diese Würfel in irgendeiner Form zu sammeln und daraus Neues entstehen zu lassen. Minecraft wird hin und wieder mit Lego verglichen – was die Sache ganz gut trifft. Aus einer vielfältigen, aber immer noch überschaubaren Menge von Grundelementen lassen sich neue Welten erschaffen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Minecraft ist ein offenes Spiel, in dem es kein klar definiertes Ziel gibt. Man kann sich mit den Dingen beschäftigen, die einen gerade interessieren: Ein Haus, ein Schloss, eine ganze Stadt oder noch etwas Größeres bauen. Sich auf die Suche nach seltenen Rohstoffen machen. Eine effiziente Verteidigungsstrategie gegen die Monster austüfteln. Ein Kunstwerk aus farbiger Wolle erschaffen. Ein weiteres Stück der riesigen Welt erkunden. Oder … Trotz seiner Offenheit hält Minecraft eine Menge motivierender Elemente bereit. Die virtuelle Welt Second Life, um die es einmal einen Riesen-Hype gab, ist nicht zuletzt deshalb wieder in der Versenkung verschwunden, weil viele Nutzer nicht so recht wussten, was sie in dieser Welt eigentlich anstellen sollten. Die Spielewelt von Minecraft bringt einen dagegen immer wieder auf neue Ideen und Projekte, die man ausprobieren möchte. Zudem gilt es, sich in einer nicht immer freundlichen Umgebung (vor allem nachts) zu behaupten. Die “Feinde” in Minecraft sind zwar nicht wirklich Furcht erregend, dennoch vermag das Spiel eine wunderbar kitzelnde Spannung aufzubauen.
  • Die Welt von Minecraft ist faszinierend groß. Angeblich soll sie achtmal so groß sein wie die Erde. An anderer Stelle las ich, sie sei unendlich – nur würde sie immer “buggier” (also fehlerhafter) je weiter man an ihren Rand käme. Fakt ist: Es gibt unendlich viel zu entdecken. Und jedesmal, wenn man ein neues Spiel startet, sieht die Welt wieder anders aus.
  • Die Grafik ist klasse. Das mag auf den ersten Blick merkwürdig klingen. Denn der erste Blick zeigt eine Grafik, die ziemlich “retro” wirkt und an die Pixelkunst längst vergangener Videospielzeiten erinnert. Doch mit Hilfe dieser Grafik entstehen faszinierende Landschaften. Wer einmal auf einem Minecraft-Berg stand, der bis in die Wolken reicht, und dann seinen Blick über die Umgebung schweifen lässt (womöglich noch bei Sonnenuntergang), weiß, was ich meine. Besonders clever sind die Lichteffekte in dem Spiel – etwa wie präzise die Beleuchtung von Fackeln (in Minecraft sehr wichtig!) simuliert wird. Übrigens, wem die Original-Grafik von Minecraft nicht so zusagt: Es existieren inzwischen unzählige sogenannter Texture-Packs, mit denen sich die Optik des Spiel verändern lässt.
  • Die Geräusche und die Musik sind sehr stimmig. Sie sorgen trotz der wenig realistischen Grafik für ein echtes Gänsehautfeeling im Spiel. Außerdem sind sie für den Spielfluss selbst sehr wichtig. Wer mit dem Ohr orten kann, aus welcher Richtung ein Zombie grummelt, hat bessere Überlebenschancen. Die Akustik spielt in Mincraft nicht zuletzt auch deshalb eine große Rolle, weil der Spieler – Ressourcen und Kreativität vorausgesetzt – sich seine eigenen Soundmaschinen bauen kann.
  • Minecraft ermöglicht kommunikatives Spielvergnügen. Ich haben den Multiplayer-Part noch nicht wirklich ausgiebig ausprobiert, doch es gibt inzwischen unzählige Minecraft-Communities auf diversen Servern, die ganz unterschiedliche Schwerpunkte des Spiels betonen. Zudem besteht die Möglichkeit ein eigenes kleines Minecraft-Netzwerk in der Familie oder im Freundeskreis aufzubauen.
  • Minecraft ist ein kindertaugliches Spiel. Nach meinem Dafürhalten bringt das Spiel eine Menge kreativer Anreize mit sich, die es auch pädagogisch sinnvoll erscheinen lassen. Der eine oder andere mag einwenden, dass in Minecraft ja auch Monster vorkommen, die man unter Umständen sogar “töten” muss. Doch allein schon aufgrund der wenig realistischen Grafik wird das Spielgeschehen soweit ins Spielerische gerückt, dass Kinder ab etwa acht Jahren damit souverän umgehen müssten. Zudem lässt sich die Spielschwierigkeit auf “peaceful” (friedlich) stellen – was bei kleinen Minecraft-Anfängern ohnehin zu empfehlen ist: Damit wird das Auftreten von Monstern unterbunden, und der Spieler kann sich ganz auf seine Bau- und Entdeckungsaktivitäten konzentrieren.
  • Minecraft lässt sich flexibel spielen. Minecraft ist in der betriebssystemübergreifenden Programmiersprache Java geschrieben. Es gibt sogenannte Clients (das heißt eigenständige Spielprogramme) für diverse Betriebssysteme. Am einfachsten aber lässt sich das Spiel über einen (halbwegs aktuellen) Internetbrowser ausführen, egal ob unter Windows, Linux oder Mac. Dennoch sollte man auf eines hinweisen: Die Anforderungen an die Hardware sind nicht zu unterschätzen. Aufgrund der Komplexität des Spiels sollte man mit einem Rechner an den Start gehen, der noch nicht allzuviele Jahre auf dem Buckel hat.
  • Minecraft ist offen für weitergehende Spiele-Ideen. Minecraft ist ein kommerzielles Spiel – dennoch gibt es eine Menge Möglichkeiten, für findige Köpfe anzudocken und das Spiel weiterzuentwickeln. Die Texture-Packs, die die Optik von Minecraft verändern, habe ich schon erwähnt. Zudem gibt es mittlerweile unzählige sogenannter Mods, die das Original-Minecraft ergänzen und/oder verändern.
  • Minecraft ist günstig. Es gibt sogar eine kostenlosen Version, für die man sich nur registrieren muss, die aber veraltet ist. Die aktuelle Beta-Version kostet 14,95 Euro, wenn das Spiel fertig ist, soll es 20 Euro kosten. Das ist angesichts der üblichen Computerspiel-Preise (und wie ich hoffentlich überzeugend ausgeführt habe: angesicht des Umstandes, ein wirklich außergewöhnliches Spiel zu erwerben) ein Schnäppchen. Zudem muss man – zumindest bis jetzt – für Updates nicht zusätzlich bezahlen und kann das Spiel auf verschiedenen Computern und Betriebssystemen nutzen. Der Hintergrund für diese günstigen Preise ist übrigens durchaus interessant: Minecraft ist ein sogenanntes Indie-Game, das heißt es wurde nicht von einem der großen, kommerziellen Game-Publisher veröffentlicht, sondern zunächst von einer einzelnen Person, dem schwedischen Programmierer Markus Persson, entwickelt. Persson, unter dem Alias Notch im Netz unterwegs, soll trotz des moderaten Preises für seine Erfindung bereits Millionär sein. Mittlerweile hat Notch die Firma Mojang gegründet, die sich unter anderem um die weitere Entwicklung von Minecraft kümmert.

 

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Fünf Tipps für bessere Fotos – Tipp 5: Mache Dich mit Deiner Technik vertraut

16. Februar 2011 · Keine Kommentare

Gute Fotos erfordern eine ganze Portion fotografisches Können, sehr gute (oder gar geniale) Fotos sind eine Kunst. Für bessere Fotos aber reicht es oft aus, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Im folgenden soll es um die nach meiner Erfahrung fünf wichtigsten Tipps gehen, die man beim Fotografieren beherzigen sollte. Als da wären:

  1. Gehe näher ran
  2. Achte auf die Schärfe
  3. Beobachte das Licht
  4. Bewege Dich
  5. Mache Dich mit Deiner Technik vertraut.

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Fundstückchen XII: Geile Zeitung

15. Februar 2011 · Keine Kommentare

Ein bisschen Balsam auf die Seelen von uns Print-Journalisten. Als Vertreter eines vermeintlich aussterbenden Mediums sind wir ja meistens die Empfänger von (mehr oder weniger) mildem Spott – hier geht’s mal anders herum. Nett – wenn auch nicht mehr ganz frisch dieser Clip von der Henri Nannen Preisverleihung 2008 im Hamburger Schauspielhaus:

Link zur Youtube-Quelle:

Wie geil ist das denn?

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Fünf Tipps für bessere Fotos – Tipp 4: Bewege Dich

12. Oktober 2010 · Keine Kommentare

Gute Fotos erfordern eine ganze Portion fotografisches Können, sehr gute (oder gar geniale) Fotos sind eine Kunst. Für bessere Fotos aber reicht es oft aus, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Im folgenden soll es um die nach meiner Erfahrung fünf wichtigsten Tipps gehen, die man beim Fotografieren beherzigen sollte. Als da wären:

  1. Gehe näher ran
  2. Achte auf die Schärfe
  3. Beobachte das Licht
  4. Bewege Dich
  5. Mache Dich mit Deiner Technik vertraut

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Fundstückchen XI: Stuttgart 21

30. September 2010 · Keine Kommentare

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, in diesem Blog möglichst nicht auf aktuelle politische Ereignisse einzugehen. Stuttgart 21 aber ist – da ich der Stadt Stuttgart aus biografischen Gründen (überaus positiv) verbunden bin – aber dann doch ein Reizthema. Als Zeichen dafür, wie sich zumindest Teile der hiesigen Landesregierung von der Realität verabschiedet haben, folgendes Zitat aus der Stuttgarter Zeitung zu den heutigen Vorkommnissen im Stuttgarter Schlossgarten:

“Der Rechtsstaat darf nicht vor der Agitation linksextremistischer Protest-Anführer zurückweichen”

Thomas Strobl, CDU-Generalsekretär von Baden-Württemberg

Das ist, mit Verlaub, hart an der Grenze zum Pathologischen.

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Fünf Tipps für bessere Fotos – Tipp 3: Beobachte das Licht

19. Juni 2010 · Keine Kommentare

Gute Fotos erfordern eine ganze Portion fotografisches Können, sehr gute (oder gar geniale) Fotos sind eine Kunst. Für bessere Fotos aber reicht es oft aus, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Im folgenden soll es um die nach meiner Erfahrung fünf wichtigsten Tipps gehen, die man beim Fotografieren beherzigen sollte. Als da wären:

  1. Gehe näher ran
  2. Achte auf die Schärfe
  3. Beobachte das Licht
  4. Bewege Dich
  5. Mache Dich mit Deiner Technik vertraut

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Fünf Tipps für bessere Fotos – Tipp 2: Achte auf die Schärfe

19. April 2010 · 1 Kommentar

Gute Fotos erfordern eine ganze Portion fotografisches Können, sehr gute (oder gar geniale) Fotos sind eine Kunst. Für bessere Fotos aber reicht es oft aus, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Im folgenden soll es um die nach meiner Erfahrung fünf wichtigsten Tipps gehen, die man beim Fotografieren beherzigen sollte. Als da wären:

  1. Gehe näher ran
  2. Achte auf die Schärfe
  3. Beobachte das Licht
  4. Bewege Dich
  5. Mache Dich mit Deiner Technik vertraut [Mehrlesen →]

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Fünf Tipps für bessere Fotos – Tipp 1: Gehe näher ran

16. April 2010 · 2 Kommentare

Gute Fotos erfordern eine ganze Portion fotografisches Können, sehr gute (oder gar geniale) Fotos sind eine Kunst. Für bessere Fotos aber reicht es oft aus, ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Im folgenden soll es um die nach meiner Erfahrung fünf wichtigsten Tipps gehen, die man beim Fotografieren beherzigen sollte. Als da wären:

  1. Gehe näher ran
  2. Achte auf die Schärfe
  3. Beobachte das Licht
  4. Bewege Dich
  5. Mache Dich mit Deiner Technik vertraut

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