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	<title>NullEinsund42 &#187; Computerspiele</title>
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		<title>Minecraft Reloaded</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 23:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon kurios: Mehr als 4 Millionen mal wird ein Produkt verkauft, noch bevor es offiziell fertig ist. Am Freitag (18. November) war es dann aber soweit: Minecraft verlässt den Beta-Status und gilt nun als &#8220;fertiges&#8221; Spiel. Die feierliche Freischaltung von Minecraft 1.0.0 (neudeutsch: Launch) erfolgte während der Minecon in Las Vegas. Wer die zahlreichen Vorab-Testversionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon kurios: Mehr als 4 Millionen mal wird ein Produkt verkauft, noch bevor es offiziell fertig ist. Am Freitag (18. November) war es dann aber soweit: <a href="http://www.minecraft.net/" target="_blank">Minecraft</a> verlässt den Beta-Status und gilt nun als &#8220;fertiges&#8221; Spiel. Die feierliche Freischaltung von Minecraft 1.0.0 (neudeutsch: Launch) erfolgte während der Minecon in Las Vegas. Wer die zahlreichen Vorab-Testversionen (Pre-Releases) heruntergeladen und ausprobiert hatte, konnte nun keine wirklich großen Überraschungen mehr erleben. Trotzdem: Die offizielle Freigabe diese Spiels hatte etwas Besonderes &#8211; und die Idee, die Spielergemeinde quasi an der Entstehung von Minecraft teilhaben zu lassen, war definitiv eines der Schlüsselelemente für den Erfolg dieses Computerspiels.</p>
<p>Seit <a href="http://www.alexanderhuber.de/2011/04/15/minecraft/" target="_blank">meinem letzten Eintrag zu Minecraft</a> hat sich das Spiel in vielen Details weiterentwickelt. Unter anderem wurde ein verbesserter Terrain-Generator implementiert, der deutlich attraktivere Welten generiert. Zusätzliche Elemente wie Dörfer, verlassene Minen und Festungen wurden eingebaut. Das Prinzip der Nahrungsversorgung wurde verändert. Es gibt die Möglichkeit, Tiere aktiv zu vermehren.  Zaubersprüche und Zaubertränke sorgen für einen Hauch von Rollenspiel-Atmosphäre. Und noch vieles mehr. Ganz entscheidend: Es gibt neben dem klassischen Spielmodus (der nun als &#8220;Survival&#8221; bezeichnet wird) einen Kreativ-Modus, der den Spieler unbegrenzt mit Materialien versorgt, das Fliegen ermöglicht und Monster völlig harmlos macht. Dieser Modus, der den Schwerpunkt auf Bauen und Ausprobieren legt, eignet sich &#8211; wie ich unmittelbar selbst beobachten konnte &#8211; besonders für Kinder.</p>
<p>Ich habe den Minecraft-Launch in Las Vegas über Internet-Livestream am Freitag verfolgt &#8211; eine nette Veranstaltung, zeitweise hatten sich mehr als 40.000 weitere Zuschauer zugeschaltet. Parallel dazu habe ich den Twitter-Stream dazu verfolgt. Interessant (und irgendwie auch entlarvend) fand ich die Unterschiede zwischen den deutsch- und den englischsprachigen Tweeds. Während letztere das Ereignis in Vegas insgesamt positiv beobachteten und viele durchaus enthusiastisch kommentierten, fiel in vielen  deutschen Tweeds ein nörgelnder Unterton auf &#8211; Hauptsache, es findet sich ein Haar in der Suppe. Sicherlich war der Minecraft-Release nicht die größte Show aller Zeiten &#8211; dafür waren dort aber auch nicht Pop-Stars am Werk, sondern Computerspiele-Entwickler. Dass deren Auftritt, allen voran der von Minecraft-Erfinder Markus Persson, alias Notch, nicht durchgestylt, sondern eher im positiven Sinne unbedarft und natürlich wirkte, habe ich als sehr angenehm empfunden.</p>
<p>Wird sich Minecraft nun noch weiterentwickeln &#8211; und wenn ja, wie? Diese Frage wird in der Community derzeit heiß diskutiert. Laut Aussagen von Notch ist mit weiteren Neuerungen zu rechnen. Das offene Spielprinzip von Minecraft bietet sicherlich noch Raum für viele Ideen. Andererseits wächst die Gefahr, gerade eben diese Offenheit durch zu viele neue Features wieder einzuschränken. Wann ist ein (Computer-)Spiel fertig? Auch diese Frage lässt sich anhand von Minecraft trefflich diskutieren.</p>
<p>Ein paar interessante Links zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li>Der Start der &#8220;fertigen&#8221; Version von Minecraft auf der Minecon in Las Vegas ist (unter anderem) auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gjRccZ9yG8I" target="_blank">diesem Youtube-Video</a> dokumentiert.</li>
<li>Vorab gab es eine sehr interessante Zusammenfassung der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RDPJhRyG1d4">bisherigen Entwicklungsgeschichte von Minecraft</a></li>
<li>Die <a href="http://www.minecraft.net/" target="_blank">offizielle Minecraft-Homepage</a></li>
<li>Eine Anleitung für Minecraft gibt es offiziell nicht. Dafür aber <a href="http://de.minecraftwiki.net/wiki/Hauptseite" target="_blank">das Minecraft-Wiki</a>. Hier wird (so gut wie) alles erklärt.</li>
<li>Minecraft-Videos (unter anderem auf Youtube) gibt es mittlerweile Tausende. Eine ebenso informative wie unterhaltsame Quelle ist der <a href="https://www.youtube.com/user/paulsoaresjr" target="_blank">Channel von  paulsoaresjr</a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Minecraft</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 21:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich interessiere mich für Computerspiele, trotzdem bin ich alles andere als ein leidenschaftlicher Zocker. Im Mittelpunkt meines Interesses steht meistens die Frage, wie ein Spiel funktioniert &#8211; welche Mechanismen und Ideen dahinter stecken. Ist das für mich einigermaßen geklärt, erlahmt das Interesse meist schnell, großes Durchhaltevermögen bei Videospielen besitze ich nicht. Möglicherweise hat sich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alexanderhuber.de/wp-content/uploads/2011/04/minecraftshot1a.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-775" title="Minecraft-Screenshot" src="http://www.alexanderhuber.de/wp-content/uploads/2011/04/minecraftshot1a-300x168.jpg" alt="Ein neuer Tag beginnt in der Minecraft-Welt" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Ich interessiere mich für Computerspiele, trotzdem bin ich alles andere als ein leidenschaftlicher Zocker. Im Mittelpunkt meines Interesses steht meistens die Frage, wie ein Spiel funktioniert &#8211; welche Mechanismen und Ideen dahinter stecken. Ist das für mich einigermaßen geklärt, erlahmt das Interesse meist schnell, großes Durchhaltevermögen bei Videospielen besitze ich nicht.</p>
<p>Möglicherweise hat sich das mit der Entdeckung von <a href="http://www.minecraft.net/" target="_blank">Minecraft </a>geändert. Doch auch wenn die bislang anhaltende Begeisterung nachlassen sollte, kann ich jetzt schon sagen, dass Minecraft mit ziemlichem Abstand das Computerspiel ist, das mich bislang am meisten begeistert hat.</p>
<p>Der eine oder andere dürfte bereits von diesem Spiel gehört haben, zumal es bereits Thema auch in den <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,723939,00.html#" target="_blank">Mainstream-Medien</a> war. Worum geht&#8217;s in Minecraft? Auf der <a href="http://www.minecraft.net/" target="_blank">Homepage des Spiels</a> steht eine kurze, aber treffende Beschreibung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Minecraft ist ein Spiel, in dem es darum geht Blöcke zu platzieren, mit denen sich alles bauen lässt, was du dir vorstellen kannst. In der Nacht kommen die Monster &#8211; achte darauf einen Unterschlupf zu bauen, bevor das geschieht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im folgenden möchte ich anhand einiger Punkte aufführen, was Minecraft für mich so faszinierend macht (ich bin da nicht allein &#8211; mehr als 1,9 Millionen haben das Spiel zu dem Zeitpunkt gekauft, da diese Zeilen geschrieben werden &#8211; und das, obwohl Minecraft offiziell noch gar nicht fertig ist).</p>
<ul>
<li><strong>Das Grundprinzip von Minecraft ist relativ simpel &#8211; doch es ermöglicht schier endlose Möglichkeiten.</strong> Alles in Minecraft basiert auf der einfachen Form eines Würfels. Es geht darum, diese Würfel in irgendeiner Form zu sammeln und daraus Neues entstehen zu lassen. Minecraft wird hin und wieder mit Lego verglichen &#8211; was die Sache ganz gut trifft. Aus einer vielfältigen, aber immer noch überschaubaren Menge von Grundelementen lassen sich neue Welten erschaffen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.</li>
<li><strong>Minecraft ist ein offenes Spiel,</strong> in dem es kein klar definiertes Ziel gibt. Man kann sich mit den Dingen beschäftigen, die einen gerade interessieren: Ein Haus, ein Schloss, eine ganze Stadt oder noch etwas Größeres bauen. Sich auf die Suche nach seltenen Rohstoffen machen. Eine effiziente Verteidigungsstrategie gegen die Monster austüfteln. Ein Kunstwerk aus farbiger Wolle erschaffen. Ein weiteres Stück der riesigen Welt erkunden. Oder &#8230; Trotz seiner Offenheit hält Minecraft eine Menge motivierender Elemente bereit. Die virtuelle Welt <a href="http://secondlife.com/" target="_blank">Second Life</a>, um die es einmal einen Riesen-Hype gab, ist nicht zuletzt deshalb wieder in der Versenkung verschwunden, weil viele Nutzer nicht so recht wussten, was sie in dieser Welt eigentlich anstellen sollten. Die Spielewelt von Minecraft bringt einen dagegen immer wieder auf neue Ideen und Projekte, die man ausprobieren möchte. Zudem gilt es, sich in einer nicht immer freundlichen Umgebung (vor allem nachts) zu behaupten. Die &#8220;Feinde&#8221; in Minecraft sind zwar nicht wirklich Furcht erregend, dennoch vermag das Spiel eine wunderbar kitzelnde Spannung aufzubauen.</li>
<li><strong>Die Welt von Minecraft ist faszinierend groß.</strong> Angeblich soll sie <a href="http://www.minecraftforum.net/viewtopic.php?f=1020&amp;t=35905&amp;sid=0c97379d98c868f2195a7d8713fc9789#WorldSize" target="_blank">achtmal so groß sein wie die Erde</a>. An anderer Stelle las ich, sie sei unendlich &#8211; nur würde sie immer &#8220;buggier&#8221; (also fehlerhafter) je weiter man an ihren Rand käme. Fakt ist: Es gibt unendlich viel zu entdecken. Und jedesmal, wenn man ein neues Spiel startet, sieht die Welt wieder anders aus.</li>
<li><strong>Die Grafik ist klasse.</strong> Das mag auf den ersten Blick merkwürdig klingen. Denn der erste Blick zeigt eine Grafik, die ziemlich &#8220;retro&#8221; wirkt und an die Pixelkunst längst vergangener Videospielzeiten erinnert. Doch mit Hilfe dieser Grafik entstehen faszinierende Landschaften. Wer einmal auf einem Minecraft-Berg stand, der bis in die Wolken reicht, und dann seinen Blick über die Umgebung schweifen lässt (womöglich noch bei Sonnenuntergang), weiß, was ich meine. Besonders clever sind die Lichteffekte in dem Spiel &#8211; etwa wie präzise die Beleuchtung von Fackeln (in Minecraft sehr wichtig!) simuliert wird. Übrigens, wem die Original-Grafik von Minecraft nicht so zusagt: Es existieren inzwischen unzählige sogenannter Texture-Packs, mit denen sich die Optik des Spiel verändern lässt.</li>
<li><strong>Die Geräusche und die Musik sind sehr stimmig.</strong> Sie sorgen trotz der wenig realistischen Grafik für ein echtes Gänsehautfeeling im Spiel. Außerdem sind sie für den Spielfluss selbst sehr wichtig. Wer mit dem Ohr orten kann, aus welcher Richtung ein Zombie grummelt, hat bessere Überlebenschancen. Die Akustik spielt in Mincraft nicht zuletzt auch deshalb eine große Rolle, weil der Spieler &#8211; Ressourcen und Kreativität vorausgesetzt &#8211; sich seine eigenen Soundmaschinen bauen kann.</li>
<li><strong>Minecraft ermöglicht kommunikatives Spielvergnügen.</strong> Ich haben den Multiplayer-Part noch nicht wirklich ausgiebig ausprobiert, doch es gibt inzwischen unzählige Minecraft-Communities auf diversen Servern, die ganz unterschiedliche Schwerpunkte des Spiels betonen. Zudem besteht die Möglichkeit ein eigenes kleines Minecraft-Netzwerk in der Familie oder im Freundeskreis aufzubauen.</li>
<li><strong>Minecraft ist ein kindertaugliches Spiel.</strong> Nach meinem Dafürhalten bringt das Spiel eine Menge kreativer Anreize mit sich, die es auch pädagogisch sinnvoll erscheinen lassen. Der eine oder andere mag einwenden, dass in Minecraft ja auch Monster vorkommen, die man unter Umständen sogar &#8220;töten&#8221; muss. Doch allein schon aufgrund der wenig realistischen Grafik wird das Spielgeschehen soweit ins Spielerische gerückt, dass Kinder ab etwa acht Jahren damit souverän umgehen müssten. Zudem lässt sich die Spielschwierigkeit auf &#8220;peaceful&#8221; (friedlich) stellen &#8211; was bei kleinen Minecraft-Anfängern ohnehin zu empfehlen ist: Damit wird das Auftreten von Monstern unterbunden, und der Spieler kann sich ganz auf seine Bau- und Entdeckungsaktivitäten konzentrieren.</li>
<li><strong>Minecraft lässt sich flexibel spielen.</strong> Minecraft ist in der betriebssystemübergreifenden Programmiersprache <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Java_%28Programmiersprache%29" target="_blank">Java</a> geschrieben. Es gibt sogenannte Clients (das heißt eigenständige Spielprogramme) für diverse Betriebssysteme. Am einfachsten aber lässt sich das Spiel über einen (halbwegs aktuellen) Internetbrowser ausführen, egal ob unter Windows, Linux oder Mac. Dennoch sollte man auf eines hinweisen: Die Anforderungen an die Hardware sind nicht zu unterschätzen. Aufgrund der Komplexität des Spiels sollte man mit einem Rechner an den Start gehen, der noch nicht allzuviele Jahre auf dem Buckel hat.</li>
<li><strong>Minecraft ist offen für weitergehende Spiele-Ideen.</strong> Minecraft ist ein kommerzielles Spiel &#8211; dennoch gibt es eine Menge Möglichkeiten, für findige Köpfe anzudocken und das Spiel weiterzuentwickeln. Die Texture-Packs, die die Optik von Minecraft verändern, habe ich schon erwähnt. Zudem gibt es mittlerweile unzählige sogenannter Mods, die das Original-Minecraft ergänzen und/oder verändern.</li>
<li><strong>Minecraft ist günstig.</strong> Es gibt sogar eine kostenlosen Version, für die man sich nur registrieren muss, die aber veraltet ist. Die aktuelle Beta-Version kostet 14,95 Euro, wenn das Spiel fertig ist, soll es 20 Euro kosten. Das ist angesichts der üblichen Computerspiel-Preise (und wie ich hoffentlich überzeugend ausgeführt habe: angesicht des Umstandes, ein wirklich außergewöhnliches Spiel zu erwerben) ein Schnäppchen. Zudem muss man &#8211; zumindest bis jetzt &#8211; für Updates nicht zusätzlich bezahlen und kann das Spiel auf verschiedenen Computern und Betriebssystemen nutzen. Der Hintergrund für diese günstigen Preise ist übrigens durchaus interessant: Minecraft ist ein sogenanntes <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Indie_game" target="_blank">Indie-Game</a>, das heißt es wurde nicht von einem der großen, kommerziellen Game-Publisher veröffentlicht, sondern zunächst von einer einzelnen Person, dem schwedischen Programmierer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Markus_Persson" target="_blank">Markus Persson</a>, entwickelt. Persson, unter dem Alias <a href="http://notch.tumblr.com/" target="_blank">Notch </a>im Netz unterwegs, soll trotz des moderaten Preises für seine Erfindung bereits Millionär sein. Mittlerweile hat Notch die Firma <a href="http://www.minecraftwiki.net/wiki/Mojang_AB" target="_blank">Mojang</a> gegründet, die sich unter anderem um die weitere Entwicklung von Minecraft kümmert.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lesenswertes Dokument zum Thema Jugendgewalt</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 21:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leider oft ziemlich versteckt finden sich im Netz viele Dokumente, die brisante und komplexe Themen relativ umfassend und gut aufbereitet behandeln. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Bericht, den ein Sonderausschuss des baden-württembergischen Landtages anlässlich der Amok-Tragödie in Winnenden vor einem Jahr erstellt hat &#8211; speziell zum Thema Amok, aber auch darüber hinaus gehend ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider oft ziemlich versteckt finden sich im Netz viele Dokumente, die brisante und komplexe Themen relativ umfassend und gut aufbereitet behandeln. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Bericht, den ein Sonderausschuss des baden-württembergischen Landtages anlässlich der Amok-Tragödie in Winnenden vor einem Jahr erstellt hat &#8211; speziell zum Thema Amok, aber auch darüber hinaus gehend ganz allgemein zum Thema Jugendgewalt.</p>
<p>Der Bericht ist <a href="http://www.landtag-bw.de/dokumente/parlamentsdokumentation/ergebnis.asp?WP=14&amp;Art=D&amp;drs=04325" target="_blank">auf den Seiten des Landtags von Baden-Württemberg</a> zu finden und hat einen beachtlichen Umfang von 888 Seiten. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn im ersten Teil des Dokuments werden komprimiert wichtige und interessante Themen wie psychologische Aspekte von Amok-Taten, Waffenrecht, Medien und Gewalt, Einfluss von Computer und Internet, etc. behandelt. Die Erläuterungen stammen zum großen Teil aus den Anhörungen namhafter Experten, so dass man sich durch die Lektüre einen recht guten Überblick über den Stand der aktuellen Diskussion verschaffen kann. Die Ausführungen sind auch für (interessierte) Laien gut nachzuvollziehen &#8211; eine kluge Form der Aufbereitung war sicherlich, das komplexe Thema in Form von Leitfragen zu gliedern. Der Sonderausschuss ist auch zu einer Reihe praktischer Empfehlungen gekommen &#8211; erfreulicherweise in weiten Teilen in einem Partei übergreifenden Konsenz -, die ebenfalls in dem Bericht vorgestellt und erläutert werden.</p>
<p>Hier noch<a href="http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/6000/14_6000_D.PDF" target="_blank"> der direkte Link zu dem pdf-Dokument</a>.</p>
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		<title>Buchtipp: Digitale Paradiese</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 21:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um Computerspiele tobt bereits seit geraumer Zeit heftig und sie wird noch heftiger werden, wenn die politisch Verantwortlichen &#8211; wie angekündigt &#8211; weiter ihre Pläne vorantreiben werden, so genannte Killerspiele zu verbieten. Ein Problem (von mehreren) in der Debatte ist sicherlich, dass ein Großteil der Gesellschaft (vor allem der ältere und Entscheidungen treffende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um Computerspiele tobt bereits seit geraumer Zeit heftig und sie wird noch heftiger werden, wenn die politisch Verantwortlichen &#8211; wie angekündigt &#8211; weiter ihre Pläne vorantreiben werden,<a href="http://www.heise.de/newsticker/Innenminister-fordern-Verbot-von-Killerspielen--/meldung/139973" target="_blank"> so genannte Killerspiele zu verbieten</a>. Ein Problem (von mehreren) in der Debatte ist sicherlich, dass ein Großteil der Gesellschaft (vor allem der ältere und Entscheidungen treffende Teil) nicht willens oder in der Lage ist zu erkennen, dass sich Computerspiele längst in den Reigen der Kulturgüter eingefügt haben. Bücher wie das von Andreas Rosenfelder, <a href="http://www.amazon.de/Digitale-Paradiese-schrecklichen-Sch%C3%B6nheit-Computerspiele/dp/3462039555" target="_blank"> &#8220;Digitale Paradiese &#8211; Von der schrecklichen Schönheit der Computerspiel&#8221;</a>, könnten dabei helfen, dass die Diskussion sachlicher und vor allem auf einem etwas höheren intelektuellen Niveau geführt würde als das bislang der Fall ist.</p>
<p>Ich habe das Buch erst unlängst per Zufall entdeckt und dann in einem Rutsch durchgelesen. Es gehört mit zu dem Gescheitesten, was ich bislang zu diesem Thema gelesen habe. Es ist nicht druckfrisch, aber doch erst 2008 erschienen und somit durchaus auch nach den Zeitmaßstäben der digitalen Welt noch aktuell.</p>
<p>Obwohl das Buch nur knapp 190 Seiten stark ist spannt Andreas Rosenfelder einen weiten und inspirierenden Bogen über die Welt der Videospiele. Er erläutert, wie sich die virtuellen Welten im Laufe der Jahre sowohl quantitativ als auch qualitativ immer weiter ausgedehnt haben, er führt den Leser an Orte virtueller Ödnis und erklärt, was das protestantische Arbeitsethos mit World of Warcraft zu tun hat. Der Autor gibt Einblicke in die neue Jugendszene der E-Gamer ebenso wie in die Entwickler-Studios, wo Computerspiele inzwischen mit gleichem (oder gar mehr) Aufwand produziert werden wie Blockbuster aus Hollywood. Natürlich spart Rosenfelder auch das Thema Gewalt in Computerspielen nicht aus &#8211; stammtischgerechte Parolen wird aber weder die eine noch die andere Seite so leicht finden, auch wenn der Autor durchblicken lässt, dass das Thema Gewalt nicht außen vor bleiben kann, wenn man Computerspiele als ernst zu nehmendes Medium begreift &#8211; so wenig wie es in Büchern und Filmen außen vor bleibt.</p>
<p>Andreas Rosenfelder gelingt das Kunststück kurzweilig und intelligent zugleich zu schreiben. Ein cleverer Kniff ist, dass jedes Kapitel als eine Mischung aus reportageartigen Einblicken in die Compurterspiel-Szene und klugen Reflexionen präsentiert wird. Da das Buch auch sprachlich überzeugen kann, hier noch ein paar Original-Zitate:</p>
<blockquote><p>Im Digitalen gibt es noch unausgelotete Räume, während das analoge Universum gealtert, immer öfter verbraucht und abgenutzt erscheint &#8211; fast wie ein altes Telespiel, das schon ein paarmal zu oft durchgespielt wurde.</p></blockquote>
<blockquote><p>Dass jedoch auch im Innersten der verzauberten, wild-romantischen Sagenwelt von World of Warcraft das protestantische Leistungsprinzip den Takt vorgibt, lässt sich an der wichtigsten Form des Weiterkommens in diesem Universum ablesen &#8211; nämlich dem &#8220;Hochleveln&#8221; der eigenen Spielfigur [...] Das Hochleveln ist in dieser von kitschiger Poesie durchdrungenenen Welt eine äußerst prosaische Aufgabe, die einem ganz auf Effektivität ausgerichteten Kalkül folgt.</p></blockquote>
<blockquote><p>Man will von elektronischen Spielen gar nicht groß geschult oder verbessert werden. Sie gehören zu jener Kategorie von Beschäftigungen, die genau dadurch nützlich sind, dass sie unnütz sind, und die dadurch für das Leben vorbereiten, dass sie sich vom Leben abwenden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Vielleicht sind solche Erfahrungen von Angst und sinnlosem Schrecken, anders als es sich die Ausbilder beim Militär vorstellen, ein ganz normaler Teil jeder Sozialisation. Und vielleicht muss man froh sein, dass heutige Bildschirmkrieger die Erlebnisse, die andere, tragischere Generationenkohorten im echten Gelände machen mussten, im Umfeld der elektronischen Unterhaltung durchlaufen, wo sie &#8211; von pathologischen Ausnahmen abgesehen, wie es sie auch zu Zeiten der Zinnsoldaten gegeben hat &#8211; ohne schlimmere Folgen bleiben.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir müssen immer neue Runden spielen, bis in den Morgen, und wir brauchen dabei keine Angst zu haben. Denn wir werden den sonderbaren und verzauberten Zweitglobus der digitalen Spiele niemals mit der echten Welt verwechseln, in der wir leben.</p></blockquote>
<p>PS: Ein <a href="http://www.netzeitung.de/internet/932797.html" target="_blank">Interview mit Andreas Rosenfelder ist in der Netzeitung </a>zu lesen.</p>
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