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	<title>NullEinsund42 &#187; Doping</title>
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	<description>Weblog von Alexander Huber</description>
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		<title>Denkanstöße: Wie (un)ethisch ist Hirn-Doping?</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 10:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Doping]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Frage, ob und wie pharmazeutische Mittel unserem Hirn und/oder unserer Seele auf die Sprünge helfen können oder dürfen, ist für die Zukunft unserer Gesellschaft weitaus relevanter, aber auch deutlich komplexer als die Diskussion über Doping im Bereich des Sports. Während es zu Doping im Sport (noch) eine relative weitgehende gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dieses als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, ob und wie pharmazeutische Mittel unserem Hirn und/oder unserer Seele auf die Sprünge helfen können oder dürfen, ist für die Zukunft unserer Gesellschaft weitaus relevanter, aber auch deutlich komplexer als die Diskussion über Doping im Bereich des Sports. Während es zu Doping im Sport (noch) eine relative weitgehende gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dieses als betrügerische Manipulation anzusehen, stellt sich die ethische Einordnung bei dem, was gemeinhin als Gehirndoping bezeichnet wird, sehr viel schwieriger dar. Viele, die sich auf diesem Gebiet beschäftigen, bevorzugen daher den Begriff des Neuro-Enhancements (NE), weil sie ihn für neutraler halten.</p>
<p>Ich habe mich erstmals 2007 in dem Artikel<a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/dem-hirn-beine-machen/" target="_self"> &#8220;Dem Hirn Beine machen&#8221;</a> mit diesem sehr interessanten Thema beschäftigt. Seither fällt mir auf, dass die öffentliche Wahrnehmung deutlich gewachsen ist. Differenzierte Auseinandersetzungen mit NE sind aber immer noch rar &#8211; wohl auch, weil das Thema hochkomplex und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse nur spärlich gesät sind. Zur allgemeinen Beruhigung sei gesagt, dass die aktuellen Möglichkeiten von NE in der Öffentlichkeit derzeit eher über- als unterschätzt werden. Tatsächlich zeigt sich bei nüchterner Betrachtung, dass der Einsatz von Psychopharmaka bei gesunden Menschen zum Zwecke des &#8220;Hirn-Dopings&#8221; objektiv gesehen bislang kaum spektakuläre Ergebnisse bringt. Im Zuge der rasenden Entwicklung bei der Erforschung unseres Gehirns und Nervensystems könnte sich das aber rasch ändern. Und man darf davon ausgehen, dass die Pharmaindustrie auf diesem Feld bereits mit den Hufen scharrt, das sich womöglich einmal als überaus lukrativ erweisen könnte.</p>
<p>Sehr lesenswerte Denkanstöße zu dem Thema bietet nun ein sogenanntes <a href="http://www.ea-aw.de/de/service/pressemitteilungen/2009/oktober/09/empfehlungen-zum-verantwortungsvollen-umgang-mit-den-chancen-und-risiken-des-pharmazeutischen-neuro.html" target="_blank">Memorandum unter dem Titel &#8220;Das optimierte Gehirn&#8221;</a>. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen hat sich vor allem mit ethischen Fragestellungen von NE beschäftigt. <a href="https://www.wissenschaft-online.de/sixcms/media.php/976/Gehirn_und_Geist_Memorandum.pdf" target="_blank">Das Memorandum ist als pdf-Dokument online zugänglich</a> und kann nur jedem zur Lektüre empfohlen werden, der sich für das Thema interessiert. Ebenso die <a href="http://www.scilogs.de/memorandum" target="_blank">auf Scilogs dazu erschienenen Diskussionsbeiträge</a>. Denn das Memorandum regt durchaus zur Debatte und auch zum Widerspruch an.</p>
<p>Auffällig ist nämlich die grundsätzliche positive Sicht der Autoren auf dieses Thema:</p>
<blockquote><p>Wir vertreten die Ansicht, dass es keine überzeugenden grundsätzlichen Einwände gegen eine pharmazeutische Verbesserung des Gehirns oder der Psyche gibt. Vielmehr sehen wir im pharmazeutischen Neuro-Enhancement die Fortsetzung eines zum Menschen gehörenden geistigen Optimierungsstrebens mit anderen Mitteln.</p></blockquote>
<p>Das wirkt ein wenig schizophren angesicht der im Text genannten Einwände gegenüber NE. Darin liegt übrigens auch die Stärke des Memorandums, dass es kompakt die gängigen Bedenken gegenüber NE aufführt. Bei der Bewertung kann man allerdings geteilter Meinung sein. Ein wichtiger Kritikpunkt etwa ist die Gefahr einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten durch NE. Die Autoren des Memorandums geben ganz richtig zu Bedenken:</p>
<blockquote><p>Für viele dürfte das Hauptmotiv für die Einnahme von NEPs das Ringen um Vorteile in der Schule, im Examen oder im Job sein – auch wenn solche Vorsprünge nivelliert würden, falls irgendwann jeder die Pillen nähme. Diejenigen, die den neuen Möglichkeiten skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen, könnten sich in dem Dilemma finden, Neuro-Enhancement entweder zähneknirschend zu akzeptieren oder aber sich, ebenfalls ähneknirschend, mit Nachteilen im sozialen Wettbewerb abzufinden.</p></blockquote>
<p>Wenn das kein &#8220;grundsätzlicher Einwand&#8221; ist &#8211; was dann? Insgesamt also empfiehlt es sich, wie gesagt, die Folgediskussion ebenfalls in Augenschein zu nehmen, besonders empfehlenswert ist der <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/menschen-bilder/2009-10-12/neuro-enhancement-hoch-oben-im-elfenbeinturm" target="_blank">Beitrag von Stephan Schlein &#8220;Hoch oben im Elfenbeinturm&#8221;</a>.</p>
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		<title>Doping in Freiburg: Rück- und Vorschau</title>
		<link>http://www.alexanderhuber.de/2009/03/19/doping-in-freiburg-ruck-und-vorschau/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 22:56:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Doping]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ziemlich genau einem Jahr hat die von der Universitätsklinik Freiburg beauftragte sog. Doping-Kommission ihren Zwischenbericht zu den Verstrickungen von Uniklinik-Sportärzten in die Doping-Machenschaften im deutschen Profi-Radsport der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie der Journalist Jens Weinreich in seinem Blog schreibt, steht nun der bereits seit längerem erwartete Abschlussbericht unter der Leitung des früheren Reutlinger Richters Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ziemlich genau einem Jahr hat die von der Universitätsklinik Freiburg beauftragte sog. Doping-Kommission ihren Zwischenbericht zu den Verstrickungen von Uniklinik-Sportärzten in die Doping-Machenschaften im deutschen Profi-Radsport der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie der Journalist Jens Weinreich in seinem <a href="http://jensweinreich.de/?p=3310" target="_blank">Blog</a> schreibt, steht nun der bereits seit längerem erwartete Abschlussbericht unter der Leitung des früheren Reutlinger Richters Hans Joachim Schäfer kurz vor der Veröffentlichung. Angeblich soll es im April soweit sein. Dass der Abschlussbericht kurz vor seiner Fertigstellung steht, ist auch aus anderen Quellen zu hören.</p>
<p>Allerdings hat Schäfer  schon im Herbst des vergangenen Jahres erklärt, dass der Abschlussbericht nicht mehr lange auf sich warten ließe. Dass es nun doch noch etwas länger dauert, liegt &#8211; meiner Einschätzung nach &#8211; freilich nicht an einer trödelnden Arbeitsweise der Kommission, sondern vor allem daran, dass sich im Laufe der Untersuchungen immer neue Gesichtspunkte ergeben haben und neue Geständnisse von Betroffenen an die Öffentlichkeit kamen, die die Kommission noch berücksichtigen wollte. Schäfer jedenfalls hat versprochen, dass die Ergebnisse des Abschlussberichtes über die des <a href="http://www.dopingkommission-freiburg.de/Zwischenbericht.pdf" target="_blank">Zwischenberichtes</a> hinausgehen werden.</p>
<p>Schon der hatte zwar in seiner Grundaussage (Sportmediziner der Freiburger Uniklinik haben aktiv beim Doping von Radsportlern mitgewirkt) keine grundsätzliche Überraschung erbracht, im Detail aber die Machenschaften der Doping-Ärzte in bis dato ungekannter Präzision geschildert.</p>
<p>Zur bisherigen Entwicklung des Doping-Skandals an der Freiburger Uniklinik habe ich hier einige von meinen Artikeln aus  &#8220;Der Sonntag&#8221; zusammengestellt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/wirklich-ahnungslos/">Wirklich ahnungslos? (09/07/06)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/endlich-spricht-es-einer-aus/">&#8220;Endlich spricht es einer aus&#8221; (06/05/07)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/wasser-und-bananen/">Wasser und Bananen (27/05/07)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/nicht-mehr-werbewirksam/">Nicht mehr werbewirksam (02/12/07)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/viele-teile-noch-kein-bild/">Viele Teile, noch kein Bild (30/12/07)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/schafe-wolfe-grosverdiener/">Schafe, Wölfe, Großverdiener (23/03/08)</a></li>
<li><a href="http://www.alexanderhuber.de/artikel-textproben/von-der-kunst-des-hinschauens/">Von der Kunst des Hinschauens (23/03/08)</a></li>
</ul>
<p>Noch ein paar persönliche Anmerkungen: Zur Berichterstattung um die Doping-Verwicklungen der Freiburger Uniklinik kam ich quasi wie die Jungfrau zum Kind. Ich bin kein Sportjournalist, was mir aber &#8211; wie ich glaube &#8211; in dieser Angelegenheit eher zum Vorteil gereichte. Nach den Doping-Vorwürfen gegen Jan Ullrich am Vorabend der Tour de France 2006 habe ich mir als (privat) Radsportinteressierter eigentlich nur die (naheliegende) Frage gestellt, wie es eigentlich sein kann, dass Ullrichs Ärzte in Freiburg nie etwas von den ganzen Doping-Umtrieben im Radsportzirkus mitbekommen haben wollen. Die anschließende Recherche brachte mich erstmals mit der Doping-Problematik so richtig in Berührung und ich merkte schnell, dass ich da in ein Wespennest gestochen hatte (wie freilich vor mir schon etliche andere seriös arbeitende Kollegen). Im ersten Artikel &#8220;Wirklich ahnungslos&#8221; ging es denn tatsächlich zunächst nur um die Frage, ob Heinrich, Schmid &amp; Co vom Doping-Treiben ihrer Schützlinge etwas gewusst haben könnten. Dass sie selbst so dick mit drinhingen, konnte oder wollte man zu jenem Zeitpunkt noch nicht laut sagen.</p>
<p>Ein Kollege hat mich mal aufgrund meiner Berichterstattung gefragt, warum ich den Radsport &#8220;so sehr hassen&#8221; würde. Ich bin über diese Frage, ehrlich gesagt, ziemlich erschrocken. Denn das Gegenteil ist der Fall. Ich halte den Radsport für eine großartige, ungemein faszinierende Sportart &#8211; umso mehr schmerzt mich, wie es um ihn steht. Die Radprofis selbst sind im meinen Augen eher Opfer denn Täter in einem perfiden System. Die wahren Schuldigen würde ich eher ein paar Etagen weiter oben verorten. Warum ich denke, dass eine engagierte Doping-Berichterstattung in den Medien auch im Interesse des Sports wichtig ist, habe ich mal mit einem Kollegen von der &#8220;Badischen Zeitung&#8221; in einem Pro und Contra diskutiert. Das kann man auch noch online nachlesen und zwar <a href="http://blogs.badische-zeitung.de/doping/?p=3" target="_blank">hier</a> und <a href="http://blogs.badische-zeitung.de/doping/?p=15" target="_blank">hier</a>.</p>
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